HSBC: Deutschlandgeschäft wird bereits umstrukturiert

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HSBC: Deutschlandgeschäft wird bereits umstrukturiert

Für das deutsche Investmentbanking von HSBC begann das Jahr mit dem Start eines neuen Führungsteams. Die Herausforderung: Das Geschäft auf Kurs bringen, dessen Möglichkeiten die Bank bislang nicht ausschöpfen konnte. Es werden allerdings auch Änderungen im Deutschlandgeschäft vorgenommen.

Im Januar ernannte die Bank Alexander Glawe und Jürgen Stein als Co-Heads für HSBC Corporate Finance & Capital Markets in Deutschland. Sie folgen auf Jan Masek, der die Bank verlässt, und Ralf Neuhaus, der im April Vize-Chairman für Deutschland wird. Zudem wurde Heiko Mittelhamm, zuvor bei Barclays, als Head of M&A für Deutschland gewonnen.

Nach den personellen Neuerungen wird der Interims-CEO Noel Quinn am 18. Februar eine Neuausrichtung des globalen Banking- und Marktgeschäfts verkünden. Es wird allgemein erwartet, dass Quinn in Kontinentaleuropa den Rotstift ansetzt.

Quellen zufolge ist HSBC bereits dabei, sein Deutschlandgeschäft umzustrukturieren. Neueingestellte Analysten erhalten zum Teil nur befristete Verträge – in der Vergangenheit waren unbefristete Verträge üblich. In einigen Bereichen wurden junge Mitarbeiter nicht verlängert und müssen sich nun neue Jobs suchen.

HSBC gehört zu den deutschen Banken, die Nachwuchskräfte nach Tarif beschäftigen. Tarifliche Konditionen sind weniger lukrativ als das, was US-amerikanische Konkurrenten bieten. Zwar kann HSBC auf diese Weise Kosten sparen, verliert jedoch auch an Attraktivität als Arbeitgeber.

Weiterhin scheint HSBC Deutschland über einen neuen Standort nachzudenken. Die Bank ist seit 1785 in Deutschland vertreten und wurde unlängst in die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG überführt. Das deutsche Investmentbanking von HSBC ist in Düsseldorf ansässig – 228 Kilometer von Frankfurt entfernt. Führende Konkurrenten bezeichnen diesen strategischen Wettbewerbsnachteil als das „Düsseldorf-Problem“.

Neue Planungen der Bank sehen nun anscheinend vor, einen Teil der Investmentbanker nach Frankfurt zu verlagern; Ziel ist es, an beiden Standorten gleich stark vertreten zu sein. Der Investmentbankingzweig der Bank entfaltet in Deutschland nicht sein volles Potenzial – vom neuen Führungsteam wird nun erwartet, diesem neuen Schwung zu verleihen. Vielleicht sollte die Bank allerdings mutiger sein und – wie in der Vergangenheit bereits diskutiert – einen kompletten Buyout ihrer Tochtergesellschaft in Betracht ziehen. Hierzu wollte sich HSBC nicht äußern.

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