Einen Job bei Goldman Sachs zu kriegen, ist deutlich einfacher geworden

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Einen Job bei Goldman Sachs zu kriegen, ist deutlich einfacher geworden

Wer gern einen Job bei Goldman Sachs hätte, sollte sich jetzt bewerben. Einer Untersuchung von Thinknum Alternative Data zufolge gibt es bei Goldman Sachs seit dem Frühsommer letzten Jahres eine Einstellungswelle. Die Bank hat fast 30 % mehr Stellen ausgeschrieben als im Vorjahr.

Das Schaubild von Thinknum's zeigt die Entwicklung der Stellenausschreibungen seit Anfang 2018 (siehe unten). Wie Thinknum offenlegte, ist die Zahl der Einstellungen zwischen April 2018 und April 2019 dramatisch zurückgegangen. Im letzten Mai hat sich das Blatt gewendet: Seither brummt das Recruitment bei Goldman Sachs, mit Ausnahme des Monats Dezember.

Anfang Januar 2020 wurden von Thinknum 2.030 Stellenausschreibungen gezählt. Vor einem Jahr lag die Zahl bei 1.590 – ein Anstieg um 27,7 %.

Goldman Sachs wollte sich zu der starken Zunahme an Einstellungen nicht äußern – und diese übertrifft den von der Bank bis Dezember 2019 verzeichneten Anstieg der Mitarbeiterzahl um 5% im Jahresvergleich deutlich. Wenn weiter im aktuellen Tempo eingestellt wird, wird die Mitarbeiterzahl bei Goldman künftig deutlich wachsen, es sei denn, man trennt sich parallel von vorhandenen Mitarbeitern.

Die neuen Jobs neu Goldman Sachs sind nicht dieselben wie früher

Dass es seine Einstellungswelle gibt, ist nur die halbe Wahrheit. Wie schon zuvor berichtet, werden bei Goldman Sachs andere Bewerber gesucht als früher.

Wie der untenstehende Chart zeigt, gehören weniger als 10 % der aktuell ausgeschriebenen Jobs zu den „traditionellen“ Front Office-Stellen im Investmentbanking (IBD, M&A und Primärkapitalmärkte) und im Bereich Wertpapiere (Sales und Trading). Stattdessen fallen über die Hälfte der aktuell ausgeschriebenen Stellen in den Tech-Bereich oder in die Consumer- und Investmentmanagement-Division, zu der auch die Retail-Bank Marcus gehört. Stellen schafft Goldman Sachs also vor allem in diesen Bereichen.

Beim „neuen” Goldman Sachs verdient man weniger als beim „alten“

Die Schwerpunktverlagerung in Richtung Engineering und Retail-Banking geht auch mit einer Veränderung der Gehälter einher. Goldman Sachs stockte die Mittel für Gehälter im vierten Quartal 2019 beträchtlich auf – vermutlich, um die Boni in letzter Minute nochmals zu erhöhen. Dennoch sank das Pro-Kopf-Gehalt von 337.000 $ 2018 auf 323.000 $ im Jahr 2019. Ohne die Zusatzzahlung im letzten Quartal wäre der Wert sogar noch deutlicher zurückgegangen.

Und tatsächlich macht das Senior Management bei Goldman Sachs kein Geheimnis daraus, dass Gehälter in bestehenden Geschäftsbereichen gekürzt werden um Wachstum in neuen zu finanzieren. Zwar hält man am Prinzip der leistungsorientierten Vergütung fest, CFO Stephen Scherr räumte letzte Woche jedoch ein, dass die Ausgaben für Gehälter in „vielen“ Geschäftsbereichen 2019 gekürzt wurden – „um die Betriebseffizienz zu steigern, und um die Vergütung in unseren Wachstumsinitiativen – die bereits erste Erträge verbuchen – zu stützen“.

Einen Job bei Goldman Sachs zu kriegen, ist derzeit einfacher als früher – allerdings: Einen „klassischen“ Goldman-Sachs-Job mit einem Jahresgehalt von 1,5 Mio. $ oder mehr zu ergattern, dürfte so schwer sein wie niemals zuvor.

Goldman Sachs – Stellenangebote

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Photo by Joshua Sortino on Unsplash

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