„Wir suchen Leute, die Silos aufbrechen und Brücken bauen“

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„Wir suchen Leute, die Silos aufbrechen und Brücken bauen“

Sascha Dölker, 36, ist Senior Manager bei KPMG. Als Projektleiter im Bereich Financial Services Transformation Banking helfen er und seine Kollegen/Kolleginnen Banken und anderen Unternehmen aus der Finanzwelt dabei, digitaler zu werden. Die Reise vom traditionellen ins digitale Geschäft ist weit mehr als nur eine Neuordnung von Prozessen: Es geht darum, ein neues Mindset zu verankern. Die KPMG-Berater rund um Sascha Dölker unterstützen diese Transformationsprozesse, indem sie agile Methoden mit dem geballten Know-how von KPMG zusammenbringen und passgenau zugeschnittene Lösungen entwickeln.

Sascha Dölker berichtet aus seinem Berufsalltag:

„Ich komme aus dem klassischen Bankgeschäft, habe meine Laufbahn bei der damaligen Dresdner Bank in Frankfurt begonnen. Seither hat sich das Bankgeschäft massiv verändert. Grund sind verschiedene externe Faktoren, darunter etwa die neue EU-Zahlungsdiensterichtlinie (PSD II), die Finanzdienstleistungen kundenfreundlicher machen soll. Für Banken ist dadurch eine völlig neue Konkurrenzlandschaft entstanden: Bank Challenger wie N26 machen vor, wie das Kundenerlebnis im Banking im digitalen und mobilen Zeitalter aussehen kann.

Wenn traditionelle Banken hier mithalten wollen, müssen sie sich neu erfinden. Denn: Tun sie das nicht, so entgehen ihnen strategische Chancen. Sie müssen den Anschluss an neue, plattformbasierte Geschäftsmodelle und deren Erlöspotenziale finden. Und genau hier setzt unser Bereich an. Wir begleiten Banken, Bank Challenger und FinTechs dabei, ihr Geschäft neu auszurichten. Wir unterstützen die Transformation weg vom klassischen filialbasierten Geschäftsmodell hin zu einem Real-time-Ökosystem – eine Aufgabe, die ich ungeheuer spannend finde.

Uns geht es darum, den Kunden und nicht das Produkt in den Mittelpunkt zu stellen – und zwar heruntergebrochen auf People, Technik und Methoden. Ich erinnere mich an einen Case bei einer internationalen Großbank, der ich vorgeschlagen hatte, mit ihren Kunden forciert über digitale Kanäle zu kommunizieren, um einen hybriden Beratungsansatz einzuführen. Das stieß erst einmal auf Vorbehalte, da die Berater eine Kannibalisierung ihrer Aufgabe befürchteten. Veränderungen rufen eben häufig Ängste hervor. An dieser Stelle setzen wir mit unseren Change Prozessen an: Es geht darum, Dinge anders zu sehen. Wir müssen althergebrachtes Silo-Denken aufbrechen, Netzwerke nutzen und Brückenbauen. Ultimativ helfen wir unseren Kunden dabei, eine ganzheitliche Strategie zu entwickeln, um in Zukunft relevant für Kunden zu bleiben.

Wie unsere Arbeit konkret aussieht? Am Beginn steht immer ein umfassendes Assessment. Wir schauen uns an, wo der Kunde steht und was für Herausforderungen er hat. Hier könnte zum Beispiel die Frage stehen, wie eine Bank über digitale Kanäle neue Kunden erreichen und diese für eine Kontoeröffnung gewinnen kann.

In einem zweiten Schritt entwickeln wir dann Ideen, Konzepte und Lösungsansätze. Unser großes Plus: Bei KPMG können wir auf einen enormen Pool an Experten zurückgreifen und so wirklich passgenau auf die spezifischen Probleme und Herausforderungen des Kunden eingehen. Wir entwickeln eine Präsentation mit einem sauberen Storytelling-Ansatz und zeigen so den konkreten Unterstützungsbedarf auf.

Immer häufiger findet statt einer Angebotspräsentation aber auch ein Workshop statt, in dem die Unterstützungsbedarfe gemeinsam mit dem Kunden erarbeitet werden. An solchen Workshops nehmen von unserer Seite aus das gesamte Team teil – anders als bei klassischen Angebotspräsentationen, die üblicherweise nur vom jeweiligen Partner, dem Projektleiter und eventuell einschlägigen Experten bestritten werden. Für junge Kollegen/Kolleginnen sind Workshops eine tolle Möglichkeit, den Kunden von Beginn an kennenzulernen – und sie sind generell eine schöne Möglichkeit für uns, direkt eine Arbeitsprobe dazulassen.

Wenn wir den Kunden von uns überzeugen konnten und es zu einer Zusammenarbeit kommt, ist diese in zwei Phasen unterteilt: Konzeption und Umsetzung. Die Konzeption findet in der Regel in der jeweiligen KPMG-Niederlassung statt – in meinem Fall ist das Frankfurt. Hier fahren wir immer wieder tageweise zum Kunden, etwa um Workshops durchzuführen. Phase zwei ist dann die Umsetzung. Hier arbeiten wir beim Kunden vor Ort – in der Regel von Montag bis Donnerstag. Freitags arbeiten wir dann wieder in unserer Niederlassung oder im HomeOffice.

Unser Werkzeugkasten ist breit gefächert: Wir nutzen klassisches Projektmanagement, Design Thinking und agile Methoden. Auch hier kommt uns zugute, dass KPMG eigene Innovationsexperten hat – Kollegen/Kolleginnen, die geballtes Methodenwissen haben und mit denen wir uns eng austauschen.

Unsere Teams bestehen aus drei bis neun Leuten, sind also relativ klein. So halten wir den Verwaltungsaufwand gering. Was uns sehr am Herzen liegt, ist das Thema Work-Life-Balance. Natürlich ist die Arbeitsbelastung in der Unternehmensberatung relativ hoch – das ist kein Geheimnis. Wenn bei Auftragsspitzen Mehrarbeit geleistet werden muss, kann diese aber auch wieder abgebaut werden. Wenn im Sommer aufgrund der Urlaubszeit weniger los ist, nehmen jüngere Kollegen/Kolleginnen auch mal vier Wochen Urlaub, das ist durchaus üblich. Und: Für KPMG gehört Reisezeit grundsätzlich zur Arbeitszeit, sowohl für Junior- als auch für Senior-Kollegen/Kolleginnen.

Bewerber/Bewerberinnen, die sich für unseren Bereich interessieren, sollten ein proaktives Mindset und Ownership für die eigene Tätigkeit mitbringen und Spaß daran haben, sich immer wieder in neue Themen einzuarbeiten. Ein Grundverständnis für das Bankwesen und ein Verständnis für agile Methoden sind uns wichtig. Was aber vor allem zählt, ist eine echte Begeisterung fürs Digitale, die sich auch in der Vita des Bewerbers spiegeln sollte. Und nicht zuletzt geht es auch um eine gesunde Erwartungshaltung: Wir arbeiten mit einer sehr traditionellen Branche, die sich nur langsam wandelt. Darum ist ein realistischer Blick wichtig: Bewerber/Bewerberinnen sollten sich hier eher auf einen Marathon einstellen, als auf einen Sprint.“

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