Vor dem Kahlschlag schafft Julius Bär noch einmal 80 Stellen

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Julius Baer - Private Bank

Obgleich Julius Bär Anfang des Jahres eine Verringerung der Mitarbeiterzahl um 2 Prozent oder 135 Stellen bis Ende 2019 verkündet hat, stieg die Mitarbeiterzahl im ersten Halbjahr noch einmal um 125 Stellen. Da 55 Jobs auf die erstmalige Konsolidierung von NSC Asesores entfielen, wurden tatsächlich 80 Stellen neu geschaffen.

Aus diesem Grund muss die Bank beim Stellenabbau im zweiten Halbjahr noch einmal Gas geben. Den Anfang scheinen ausgerechnet die ertragsgenerierenden Kundenberater zu machen, deren Zahl sich seit Jahreswechsel um elf auf 1490 verringerte. Auch die Abfindungszahlen sprechen dafür, dass die Bank den Stellenabbau eingeleitet hat.

„Trotz des im Jahresvergleich fünfprozentigen Anstiegs des durchschnittlichen Personalbestands und des Einbezugs einmaliger Abfindungskosten von CHF 17 Mio. im Zusammenhang mit dem Kostensenkungsprogramm ging der adjustierte Personalaufwand aufgrund der rückläufigen leistungsbezogenen Vergütungen um im Jahresvergleich 2 Prozent auf CHF 833 Mio. zurück“, heißt es von Julius Bär. Für 2019 wird es also weniger Boni als im Vorjahr geben.

Zwar konnte die Bank ihre Aufwands-Ertragsquote binnen Jahresfrist von 74,3 auf 71 Prozent verringern, dennoch ist sie immer noch drei Prozentpunkte von ihrem Ziel von 68 Prozent entfernt. Die Vorsteuermarge will Julius Bär von derzeit 23 auf 25 bis 28 Basispunkte steigern. Unterdessen ist der Vorsteuergewinn seit dem ersten Halbjahr 2018 um 19,4 Prozent auf 470 Mio. Euro eingebrochen.

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