Goldener Handschlag: Die satten Abfindungen der Deutschen Bank

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Goldener Handschlag: Die satten Abfindungen der Deutschen Bank

Foto: Getty Images

Der Abbau von 18.000 Stellen bis 2022 bei der Deutschen Bank muss nicht für alle Betroffenen eine Katastrophe bedeuten. Vielmehr verlassen viele Mitarbeiter mit einem Goldenen Handschlag das Unternehmen. Dies beweist ein kurzer Blick in die Vergütungsberichte der Deutschen Bank.

Besonders großzügig zeigt sich die Deutsche Bank gegenüber ihren Risikoträgern, wobei es sich zumeist um die Führungskräfte der Bank handelt. Durchschnittlich strichen die geschassten Risikoträger 2018 etwa 537.000 Euro ein. 2015 waren es sogar knapp 543.000 und 2014 fast 667.000 Euro.

Besonders interessant ist, dass die Zahl der betroffenen Risikoträger zuletzt deutlich zugenommen hat. Während 2014 unter dem alten Deutsche Bank-Chef Anshu Jain lediglich sechs Risikoträger vor die Tür gesetzt wurden, waren es 2015 schon 70 und 2016 stolze 114.

Freilich handelt es sich dabei um Durchschnittswerte. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Geschäftsbereichen fallen horrend aus. Während die sechs geschassten Geschäftsleitungsmitglieder sich über durchschnittlich 5,8 Mio. Euro pro Kopf freuen durften, mussten sich die 82 gekündigten Risikoträger des Corporate and Investment Bankings mit etwa 183.000 Euro begnügen. Im Vorjahr waren es noch 343.000 Euro gewesen; allerdings mussten 2017 auch nur 37 Risikoträger aus dem Corporate and Investment Banking den Konzern verlassen.

Interessant ist auch, was die Deutsche Bank ihren Vorstandsmitgliedern jenseits von Gehältern und Boni gönnt. Dazu gehören vor allem die repräsentativen Dienstwagen. Trotz des allgemeinen Personalabbaus hat das Institut kürzlich sogar einen Fahrer für Konzernchef Christian Sewing und Aufsichtsratschef Paul Achleitner gesucht. Die Dienstwagen werden unter dem Posten „Sonstige Leistungen“ aufgeführt.

Den größten Dienstwagen (oder handelt es sich um ein Dienstflugzeug?) scheint 2018 offenbar der ehemalige Finanzchef James von Moltke gefahren zu haben, denn er kassierte sonstige Leistungen von über 703.000 Euro. Dagegen gab sich Sewing mit 92.000 Euro vergleichsweise bescheiden.

Falls Sie eine vertrauliche Nachricht, einen Aufreger oder einen Kommentar loswerden wollen, zögern Sie nicht! Schreiben Sie einfach an Florian Hamann. fhamann@efinancialcareers.com.

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