GASTBEITRAG: Ich arbeite in der Banken-IT und bin völlig unterbezahlt

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GASTBEITRAG: Ich arbeite in der Banken-IT und bin völlig unterbezahlt

Als Vice President arbeite ich in der Trading-IT des Front Office einer Investmentbank. Seit sechs bis sieben Jahren bin ich jetzt bei Finanzdienstleistern beschäftigt, aber erst kürzlich habe ich entdeckt, dass ich massiv unterbezahlt bin.

Ich habe recherchiert, was Unternehmen jenseits der Finanzdienstleistungen zahlen wie etwa Google, Facebook, Dropbox, Twitter, Airbnb, Square, Amazon und Lyft. Niemand in den Finanzdienstleistungen scheint aufzufallen, wie massiv die Unterschiede ausfallen. Dort verdienen die Leute viel mehr als jeder Programmierer, den ich bei Banken kenne.

Diese Unternehmen zahlen für gewöhnlich Software-Ingenieuren mit fünf bis zehn Jahren Berufserfahrung 300.000 bis 400.000 Dollar. Zwar beläuft sich das Grundgehalt nur auf 175.000 bis 250.000 Euro, aber es gibt Aktienteilhabeprogramme und Boni. Darüber hinaus bestehen die Boni bei IT-Unternehmen oft aus garantierten Cash-Boni. Dagegen fallen die Boni bei den Banken gering aus und unterliegen der zyklischen Natur der Erträge.

Zum Vergleich: Die IT-Vice Presidents bei Banken verdienen insgesamt nur zwischen 200.000 und 250.000 Dollar und viele von ihnen bringen mehr als zehn Jahre Berufserfahrung mit. Wer so viel Berufserfahrung bei IT-Firmen besitzt und gut ist, kann 400.000 bis 600.000 Dollar und mehr verdienen.

Das Problem besteht darin, dass IT-Experten bei Banken kein großes Ansehen genießen, sondern als Kostenstellen gelten. Wer hingegen bei Google oder Facebook als Software-Ingenieur arbeitet, ist König. Die Finanzdienstleister wollen oder können dabei nicht mithalten. Ich denke, ich bin unterbezahlt.

Bei Tom Sargent handelt es sich um ein Pseudonym. Er arbeitet als Entwickler an der Wall Street.

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