20 Legenden über guten Schlaf, die Banker kennen müssen

eFC logo
20 Legenden über guten Schlaf, die Banker kennen müssen

Foto: Getty Images

Investmentbanking-Jobs sind dafür berüchtigt, den Schlaf zu rauben. Bei einer Umfrage von eFinancialCareers aus dem vergangenen Jahr klagten diverse Teilnehmer über zu wenig Schlaf. Demnach bekommen einige nur fünf Stunden Schlaf pro Nacht und manche Nacht werde sogar durchgearbeitet.

Doch die Sache mit dem guten Schlaf ist keinesfalls so trivial, wie sich das so mancher vorstellt. Nach einer neuen Studie der University of Pennsylvania und des New York Department of population health in der Zeitschrift „Sleep health“ gibt es viele Legenden, die die Menschen von einem guten Schlaf abhalten.

Wir haben die 20 wichtigsten Irrtümer zusammengefasst. Die Prozentzahl gibt an, für wie falsch sie die Forscher halten.

1. „Immer und überall“ schlafen zu können, sei ein Zeichen für guten Schlaf (zu 95 Prozent falsch)

Dies trifft nicht zu. Wenn man regelmäßig und überall einnickt, dann stellt dies ein Anzeichen für Schlafmangel dar.

2. Bei den meisten Erwachsenen reichen fünf Stunden Schlaf oder weniger (zu 92 Prozent falsch)

Auch dies ist falsch. Tatsächlich brauchen die Menschen etwa sieben Stunden Schlaf. Wer weniger bekommt, riskiert Herzkreislauf-, Stoffwechsel- und mentale Erkrankungen. Auch das Immunsystem werde beeinträchtigt.

3. Körper und Geist können lernen, mit weniger Schlaf auszukommen (zu 93 Prozent falsch)

Es gibt keine Hinweise, wonach sich Körper und Seele an weniger Schlaf anpassen könnten. Vielmehr falle es Betroffenen immer schwerer, wach zu bleiben, wenn sie regelmäßig zu wenig Schlaf bekommen.

4. Je älter die Menschen werden, desto mehr schlafen sie (zu 83 Prozent falsch)

Tatsächlich schlafen ältere Erwachsene kürzer als jüngere Erwachsene. Unklar ist jedoch, wieso dies so ist.

5. Ein längerer Schlaf ist immer gut (zu 65 Prozent falsch)

Wer länger schläft, ist tatsächlich wacher als Leute mit weniger Schlaf. Auch für steigende Leistungsfähigkeit gibt es Anzeichen. Allerdings riskieren Langschläfer auch einen früheren Tod. Die Gründe dafür sind jedoch unbekannt.

6. Eine schlaflose Nacht führt zu bleibenden Nachteilen für die Gesundheit (zu 65 Prozent falsch)

Dies ist nur teilweise richtig. Wer regelmäßig sein Schlafdefizit aufholt, sollte damit zurechtkommen. Studien zeigen, dass die kognitiven Leistungen erst sinken, wenn ein Mensch zwei Nächte lang zu wenig schläft. Der Schlafmangel lässt sich aber aufholen.

7. Für die Gesundheit ist es gleich, wann man am Tag schläft (zu 93 Prozent falsch)

Dies ist falsch. Obgleich ein Mittagsschlaf besser als gar kein Schlaf ist, zeigen Studien an Nachtarbeitern, dass bei ihnen die Wahrscheinlichkeit steigt, an Diabetes, Depressionen und Krebs zu erkranken.

8. Mit geschlossenen Augen im Bett zu liegen, ist fast genauso gut wie richtiger Schlaf (zu 93 Prozent falsch)

Falsch gedacht. Um sich wirklich zu erholen, braucht man die Tiefschlafphasen des sogenannten REM-Schlafes (Rapid Eye Movement).

9. Wer Schwierigkeiten mit dem Einschlafen hat, sollte im Bett liegen bleiben und auf den Schlaf warten (zu 93 Prozent falsch)

Auch dies trifft nicht zu. Wer nicht Einschlafen kann, sollte die Lehren der „Reizkontrolle“ befolgen. Verlassen Sie das Bett, vermeiden Sie blaues Licht und kehren Sie erst zurück, wenn Sie sich müde fühlen.

10. Auch wenn es den Bettnachbarn stört, ist lautes Schnarchen harmlos (zu 85 Prozent falsch)

Schnarchen wird mit gesundheitlichen Nachteilen in Verbindung gebracht wie z. B. Herzinfarkten.

11. Ein gesunder Schläfer bewegt sich in der Nacht kaum (zu 78 Prozent falsch)

Sich im Schlaf zu bewegen, ist vollkommen normal. Die Stärke dieser Bewegungen scheint mit dem Alter zusammenzuhängen. Am wenigsten bewegen sich Menschen im Alter von 18 bis 30 Jahren.

12. Es ist besser, erst die Schlummerfunktion des Weckers zu wählen, als gleich nach dem Alarm aufzustehen (zu 75 Prozent falsch)

Sie sollten gleich nach dem Alarm des Weckers aufstehen. Denn die Zerstückelung des Schlafes wird mit verminderter geistiger Flexibilität und schlechter Stimmung in Verbindung gebracht.

13. Wer Schlafprobleme hat, sollte sich ein Mittagsschläfchen gönnen (zu 63 Prozent falsch)

Nicht unbedingt. Mittagsschläfchen können Schlaflosigkeit sogar fördern.

14. Alkohol verbessert den Schlaf (zu 83 Prozent falsch)

Alkohol behindert den REM-Schlaf, was schlecht ist.

15. In warmen Räumen lässt sich besser als in kühlen Räumen schlafen (zu 78 Prozent falsch)

Für einen guten Schlaf sind 18 bis 21 Grad optimal. Höhere Temperaturen erschweren indes einen gesunden Schlaf.

16. Langweile kann schläfrig machen, selbst wenn man genügend guten Schlaf hatte (zu 75 Prozent richtig)

Laut den Forschen kann Langeweile eine unterschwellige Schläfrigkeit zum Vorschein bringen. Doch Langeweile allein verursacht keine Schläfrigkeit.

17. Fernsehen im Bett ist ein gutes Mittel, um sich vor dem Schlafengehen zu entspannen (zu 70 Prozent falsch)

Falsch. Vor dem Schlafengehen Fernsehen zu schauen, kann für Erregung sorgen, was wiederum zu Schlafproblemen führen kann.

18. Während es Schlafens ist das Gehirn nicht aktiv (zu 100 Prozent falsch)

Völlig falsch. Während des Schlafes geht im Gehirn so einiges vor sich. Dazu gehören die neuronale Aktivität im Thalamus und im Gehirnstamm ebenso wie das Feuern von Neuronen während der REM-Phasen.

19. Sich an seine Träume zu erinnern, ist Zeichen für einen guten Schlaf (zu 73 Prozent falsch)

Je länger Sie schlafen, desto wahrscheinlicher sind Träume. Dabei steigt die Wahrscheinlichkeit, sich an seine Träume zu erinnern, wenn man inmitten einer REM-Phase aufwacht, was niemals eine gute Sache ist.

20. Sport innerhalb von vier Stunden vor dem Zubettgehen stört den Schlaf (zu 65 Prozent falsch)

Die ist ebenfalls falsch. Es gibt keine Anzeichen, dass intensive körperliche Betätigung vor dem Zubettgehen den Schlaf beeinträchtigt. Vielmehr scheinen sich sportliche Betätigung und Schlaf gegenseitig zu begünstigen.

 

Ähnliche Artikel

Beliebte Berufsfelder

Loading...

Jobs suchen

Artikel suchen

Close