Die sichersten und unsichersten Jobs im Investment Banking der Deutschen Bank

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Die sichersten und unsichersten Jobs im Investment Banking der Deutschen Bank

Foto: Getty Images

Während die Deutsche Bank beim Kostenabbau vorankommt, geht der Ertragsverfall im Investment Banking weiter. So purzelten die Erträge im Corporate & Investment Banking um weitere 13 Prozent auf 3,3 Mrd. Euro. Doch diese Zahl verdeckt die Dramatik der Entwicklung, weil hier auch das gut laufende Transaction Banking des Konzerns enthalten ist, welches eigentlich gar nicht zum Investment Banking zählt.

Die sichersten Jobs….

Im Global Transaction Banking legten die Erträge tatsächlich um 6 Prozent auf 975 Mio. Euro zu. Als der Geschäftsbereich noch eigenständig war, warf er jährlich rund 1 Mrd. Euro vor Steuern ab und zählt damit zu den Kronjuwelen des Konzerns. Beim Analystencall kündete Finanzchef James von Moltke an, hier mit neuen Produkten an den Start zu gehen. Überdies profitiert der Bereich von der starken deutschen Exportwirtschaft. Damit dürften die Jobs in dem Bereich sicher sein und das sogar auf lange Sicht.

Einen zweiten Lichtblick des Corporate & Investment Bankings stellt die Beratung bei Fusion und Übernahmen dar. Dort kletterten die Erträge um 39 Prozent auf 122 Mio. Euro. Auch der Handel mit Krediten soll vergleichsweise gut gelaufen sein. Damit scheinen auch die Jobs in M&A und Credit vorerst sicher zu sein. Allerdings spricht die Abkühlung der Weltwirtschaft dafür, dass sich der lange Aufschwung im Geschäft mit Fusionen und Übernahmen dem Ende zuneigt.

… und die unsichersten Jobs

Die Deutsche Bank hat schon seit langem im Aktiengeschäft zu kämpfen. Die Erträge im Emissionsgeschäft gingen um 43 Prozent auf nur noch schlanke 43 Mio. Euro zurück. Damit spielt die Sparte nur noch eine marginale Rolle. Da die Aktienmärkte aufgrund der Abkühlung der Weltwirtschaft nicht so schnell in einen längeren Aufschwung zurückkehren dürften, wird auch die Zahl der Börsengänge kaum zunehmen. Ähnliches gilt für den Aktienhandel, wo die Erträge um 18 Prozent auf 468 Mio. Euro purzelten. Allerdings schnitten die meisten Wettbewerber im ersten Quartal noch schlechter als die Deutsche Bank ab, wie der unten stehende Chart belegt. So purzelten die Erträge in Equities Sales & Trading bei Goldman Sachs und Citi sogar um 24 Prozent.

Im Anleiheemissionsgeschäft gingen die Erträge um 8 Prozent auf 290 Mio. Euro zurück. Im Handelsgeschäft sieht es kaum anders aus. Die Erträge in Sales & Trading von festverzinslichen Wertpapieren und Devisen gaben um 19 Prozent auf gut 1,5 Mrd. Euro nach. Hier schnitt die Deutsche Bank schlechter als die Konkurrenz ab. Lediglich JP Morgan musste ein Minus von 18 Prozent verkraften.

Zumindest in den Bereichen Fixed Income und Debt Origination scheint sich der Konzern mit dem Ertragsverfall nicht abfinden zu wollen und heuerte neues Personal an. Während in der Sparte binnen Jahresfrist 775 Stellen verloren gingen, stieg die Beschäftigung von Januar bis März um 353 Stelle wieder an. In dieser Zahl sind jedoch auch Absolventen enthalten, die üblicherweise in der zweiten Jahreshälfte anfangen.

Falls Sie eine vertrauliche Nachricht, einen Aufreger oder einen Kommentar loswerden wollen, zögern Sie nicht! Schreiben Sie einfach an Florian Hamann. fhamann@efinancialcareers.com.

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