Nach mieserablen Ergebnissen im Investmentbanking kürzt die UBS die Boni

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Nach mieserablen Ergebnissen im Investmentbanking kürzt die UBS die Boni

Das erste Quartal fiel bei der UBS enttäuschend aus. Der Reingewinn brach gegenüber dem Vorjahr um über ein Viertel auf 1,1 Mrd. Dollar ein. Besonders schlecht lief es im Investmentbanking, wo der Vorsteuergewinn um fast zwei Drittel auf nur noch 221 Mio. Dollar einstürzte. Da half es nicht einmal, dass die UBS die Boni allein für das erste Quartal um 372 Mio. Dollar kürzte. Dies entspricht immerhin 15 Prozent des Bonuspools für 2018. Mithin verschlechterte sich die Aufwands-Ertragsquote konzernweit um über 4 Prozentpunkte auf 78,4 Prozent.

Die Erträge im Investment Banking verminderten sich um gut ein Viertel auf knapp 1,8 Mrd. Dollar. Im für die UBS besonders wichtigen Aktienhandel generierte die UBS mit 883 Mio. Dollar 22 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Dagegen verzeichnete der Handel mit Devisen, Zins- und Kreditprodukten ein Plus von 9 Prozent.

Im Bereich Corporate Client Solution, der Investment Banking Division der UBS, halbierten sich die Erträge auf 451 Mio. Dollar. Mit der Beratung bei Fusionen und Übernahmen erwirtschaftete die UBS nur noch 109 Mio. Euro, 45 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Aktienemissionsgeschäft purzelten die Erträge um 45 Prozent auf 126 Mio. und im Anleiheemissionsgeschäft um 60 Prozent auf 154 Mio. Dollar.

Laut der UBS hätten die schwachen Märkte vor allem die Erträge in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika und in Asien vermindert. Von daher verwundert es kaum, dass sich trotz der Bonuskürzungen die Aufwands-Ertragsquote von 75,6 auf 87,1 Prozent verschlechterte.

Auch das sehr wichtige Wealth Management-Geschäft schwächelte im ersten Quartal. Dort verringerte sich der Vorsteuergewinn um ein Fünftel auf 873 Mio. Dollar. Doch nicht überall gingen die Zahlen gen Süden. Im Asset Management lag der Vorsteuergewinn mit 109 Mio. Dollar sogar etwas über dem Vorjahresquartal. Den einzigen Lichtblick stellt das Schweizer Geschäft dar. Im Bereich Personal & Corporate Banking kletterte der Vorsteuergewinn um 8 Prozent auf 389 Mio. Franken. Die Erträge legten indes nur um 3 Prozent auf 954 Mio. Franken zu. Die Aufwands-Ertragsquote verbesserte sich von 60 auf 59 Prozent.

Mit der Enttäuschung steht die UBS nicht allein dar. Bereits gestern hatte die Credit Suisse bereits einen Einbruch im Investment Banking gemeldet. 

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