Blick hinter die Kulissen von PwC und KPMG in Deutschland

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Blick hinter die Kulissen von PwC und KPMG in Deutschland

Foto: Getty Images

Bei den eigenen Geschäftsdaten herrscht bei den Big 4 das große Schweigen. Über Profite und Bezahlung der Mitarbeiter wird so gut wie nichts berichtet. Doch so ganz können sich die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften ihren Berichtspflichten nicht entziehen. So haben in den zurückliegenden Tagen zumindest KPMG und PwC Geschäftsberichte 2017/18 für ihre deutschen Gesellschaften veröffentlicht, die zumindest einige Einblicke erlauben:

Was PwC und KPMG für ihre Mitarbeiter springen lassen

KPMG zahlte 2017/18 Gehälter in Höhe von gut 1 Mrd. Euro – fast 12 Prozent mehr als im vorherigen Geschäftsjahr. Damit kassierte jeder Mitarbeiter rein rechnerisch etwa 92.000 Euro, was einem Aufschlag von fast 5 Prozent gegenüber dem alten Geschäftsjahr bedeutet. Dagegen kletterte die durchschnittliche Vergütung bei PwC um keine 2 Prozent auf etwa 103.500 Euro. Zum Vergleich: Die Strategieberatung Boston Consulting Group ließ für ihre Mitarbeiter 2017 gut 216.000 Euro springen.

Stolze Zunahme der Mitarbeiter

Wie bereits berichtet, befinden sich die Big 4 in Deutschland weiterhin auf Wachstumskurs. So erhöhte sich die Beschäftigung bei KPMG um über 6 Prozent auf exakt 11.361 Mitarbeiter – ein Plus von immerhin 686 Stellen. Der Stellensegen fällt allerdings recht unterschiedlich aus. So nahm die Zahl der Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Rechtsanwälte sogar um rund 60 auf 1951 Mitarbeiter ab. Die Verwaltung wuchs um keine 50 auf 2673 Stellen. Dagegen erhöhte sich die Zahl der sonstigen Fachkräfte um 700 auf 6737 Beschäftigte.

Bei PwC sieht es ganz ähnlich aus. Dort kletterte die durchschnittliche Beschäftigung um knapp 5 Prozent oder gut 500 Stellen auf 11.145 Mitarbeiter. Bei PwC verminderte sich die Zahl der Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Rechtsanwälte sogar um 150 auf 2147 Personen. Während die Verwaltung um rund 50 auf 1775 Mitarbeiter zulegte, wuchs die Zahl anderer Fachkräfte um 620 auf 7223 Personen. Diese Entwicklung belegt, dass die Consultingsparten gegenüber der klassischen Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung weiter an Bedeutung gewinnen.

Gute Chancen für Bewerber

Die Chancen von Bewerbern scheinen unterdessen bei KPMG gar nicht so schlecht auszufallen. „In diesem Jahr konnten wir aus 49.817 Bewerbungen 2208 Absolvent/innen und berufserfahrene Mitarbeiter/innen und 2814 Praktikanten und Werkstudierende gewinnen“, heißt im Geschäftsbericht. Damit kam mehr als jeder zehnte Bewerber zum Zuge. Bei PwC sieht es mit rund 60.000 Bewerbungen kaum anders aus.

Falls Sie eine vertrauliche Nachricht, einen Aufreger oder einen Kommentar loswerden wollen, zögern Sie nicht! Schreiben Sie einfach an Florian Hamann. fhamann@efinancialcareers.com.

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