Citi legt etwa 60 Londoner Mitarbeitern neue Verträge für Frankfurt und anderswo vor

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Citi hires

Bei Citi dürften bald Umzugskisten gepackt werden. „Etwa 60 Leuten wurden in London neue Verträge u.a. für Frankfurt angeboten“, erzählt eine Headhunterin, die namentlich lieber nicht genannt werden möchte. „Die Verträge sind auch ganz anständig. Allerdings ist auch klar: Wer nicht unterzeichnet, wird wohl entlassen. Das betrifft sogar Senior Banker mit mehr als zehn Jahren Berufserfahrung.“ Betroffen sind anscheinend vor allem die Markets- und Private Banking-Bereiche. „Bei Citi wurde rund 60 Leuten mitgeteilt, dass sie nach Kontinentaleuropa umziehen müssen“, bestätigt ein anderer Headhunter, der ebenfalls anonym bleiben möchte. Citi wollte sich dazu nicht äußern.

Von dem Stellensegen werden neben Frankfurt andere Standorte wie Mailand, Madrid, Dublin, Paris Amsterdam und Luxemburg profitieren. Schon vor mehr als einem Jahr hatte Citi angekündigt, im Zuge des Brexits 150 bis 250 Jobs in der restlichen EU schaffen zu wollen. Der Hauptteil der Jobs werde auf Sales & Trading von Aktien und Aktienderivaten entfallen, hieß es damals. Zuletzt hatte die US-Bank in Frankfurt einen Multi-Channel-Salestrader und eine Equity Derivative Salesperson gesucht.

Obgleich das offizielle Austrittsdatum nur noch wenige Wochen entfernt ist, beobachten Headhunter wenig Bewegung in Frankfurt. „Tatsächlich sehen wird bislang wenige Front Office-Vakanzen, die mit dem Brexit zusammenhängen“, erzählt die Headhunterin. „Allerdings gehen wir alle davon aus, dass einige Leute nicht mitgehen werden und einige Stellen neu besetzt werden müssen.“

Schon 2018 hatte Citi seine Frankfurter Tochtergesellschaft in „Citigroup Global Markets Europe AG“ umbenannt. Angeblich sollen in dem Frankfurter Handelssaal an der „Welle“ noch genügend Kapazitäten für Mitarbeiter bestehen, die im Zuge des Brexits an den Main umziehen oder neu eingestellt werden.

Mit ihrem Vorgehen scheint Citi nicht allein dazustehen. Denn Umzugsmuffel in London wenden sich zunehmend an Headhunter. „Ich bekomme jeden Tag dutzende an Anrufen“, erzählt ein einschlägiger Personalberater aus der britischen Hauptstadt, der seinen Namen nicht nennen will, um nicht noch mehr Anrufe zu erhalten. „Und sie fragen allen nach der gleichen Sache – nach einem Job mit irischen und britischen Kunden und das obgleich die meisten von ihnen niemals diese Märkte betreut haben.“

Falls Sie eine vertrauliche Nachricht, einen Aufreger oder einen Kommentar loswerden wollen, zögern Sie nicht! Schreiben Sie einfach an Florian Hamann. fhamann@efinancialcareers.com.

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