Das Land, in dem (fast) jeder deutschsprachige Finanzprofi mehr als 100.000 Euro verdient

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Das Land, in dem (fast) jeder deutschsprachige Finanzprofi mehr als 100.000 Euro verdient

Foto: Getty Images

Luxemburg ist ein kleines Land mit großen Gehältern. Laut der Robert Walters Salary Survey 2019 gibt es kaum einen Job in den Finanzdienstleistungen, in dem Mitarbeiter mit fünf und mehr Jahren Berufserfahrung weniger als 100.000 Euro verdienen. Zwar beginnen die Gehaltsspannen bei Accountants und Mitarbeitern des Fondsmanagements bereits bei jeweils 80.000 Euro, aber sie reichen bis zu 135.000 bzw. 115.000 Euro.

Dabei verstehen sich diese Zahlen ohne variable Vergütungen. Mit den Boni dürfte die Marke von 100.000 Euro schnell überschritten werden. Mit zehn und mehr Jahren Berufserfahrung gibt es laut Robert Walters sogar keine Jobs mehr, in denen weniger als 105.000 Euro gezahlt wird. Überdies fallen die Steuern und Sozialabgaben im Großherzogtum spürbar niedriger als in Deutschland aus.

Rob Vermaak, der das Geschäft von Robert Walters in Luxemburg leitet, rechnet damit, dass die Nachfrage 2019 auf breiter Front hoch bleiben wird. Als Folge des Brexits würden immer mehr internationale Unternehmen Büros in Luxemburg eröffnen. Weiter würde die Nachfrage durch den Regulierungsdruck befeuert, wie ihn z.B. die EU-Richtlinie MiFID II ausübe.

Trotz des lebendigen Arbeitsmarktes erwartet die Personalberatung keinen breiten Anstieg der Gehälter. Wer indes zu einem Wechsel bereit ist, könne einen Aufschlag von 10 bis 15 Prozent herausschlagen.

„In Luxemburg steigen die Gehälter mit zwei bis acht Jahren Berufserfahrung steil an. Von daher können Finanzprofis in Luxemburg tatsächlich schnell mehr als 100.000 Euro verdienen. Ab 120.000 bis 130.000 Euro flachen die Gehälter dann aber ab“, bestätigt Headhunter David Kitzinger von Badenoch & Clark in Luxemburg.

Wer im Accounting vielleicht noch die internationale Rechnungslegungs-Qualifikation ACCA oder erste Führungsverantwortung mitbringt, komme ebenfalls rasch auf über 100.000 Euro. Auch von den Compliance-Mitarbeitern, die gegenüber der Luxemburger Finanzaufsicht CSFF alleinverantwortlich sind, kämen 80 bis 90 Prozent auf über 100.000 Euro. Allerdings gebe es in Accounting und Compliance auch weniger verantwortliche Jobs, in denen deutlich unter 100.000 Euro verdient werde.

Laut Kitzinger bietet das Großherzogtum weiterhin gute Berufschancen für Deutschsprachige. Die gelte namentlich für Asset Manager, die einen Großteil ihrer Portfolios in deutschsprachigen Ländern unterhalten. „Dann brauchen Sie immer jemanden, der Deutsch spricht“, weiß Kitzinger.

Falls Sie eine vertrauliche Nachricht, einen Aufreger oder einen Kommentar loswerden wollen, zögern Sie nicht! Schreiben Sie einfach an Florian Hamann. fhamann@efinancialcareers.com.

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