Jefferies schnappt Berenberg Managing Director weg und will ECM-Team in Frankfurt aufbauen

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Jefferies schnappt Berenberg Managing Director weg und will ECM-Team in Frankfurt aufbauen

Foto: Getty Images

Das Personalkarussell im Aktienemissionsgeschäft beginnt sich in Frankfurt zu drehen. Laut einem Brancheninsider soll Jefferies den Managing Director Oliver Diehl von Berenberg abgeworben haben. Bei der Hamburger Privatbank verantwortete er den Geschäftsbereich Equity Capital Markets.

Diehl war maßgeblich am Aufschwung des Geschäfts mit Börsengängen bei Berenberg beteiligt. Der Investmentbanker hat in den 90er Jahren einen MBA an der ESCP Europe erworben. Bei Berenberg arbeitet Diehl seit 2010. Jefferies war zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen.

Der Insider weiß indes nicht, ob der Wechsel mit dem Brexit zusammenhängt. Doch erst vor wenigen Wochen hat die Jefferies GmbH eine Wertpapierhandelslizenz in Frankfurt erhalten und damit die Weichen für den Brexit gestellt.

Unterdessen bestätigte ein zweiter Insider, dass Diehl zum 1. Juli bei Jefferies als Head of ECM Continental Europa anfangen und einige Kollegen mitnehmen werde. Bei Jefferies soll er ein neues ECM-Team für Kontinentaleuropa aufbauen. „Er will sich nach neun Jahren bei Berenberg neuen Herausforderungen stellen“, sagte der Insider. Außerdem sei Jefferies in den vergangenen Jahren zu den zehn führenden Investmentbanken aufgestiegen.

Zu den Kollegen, die zu Jefferies wechseln, scheint Michael Brauburger zu gehören, der im Februar in Equity Institutional Sales von Jefferies in Frankfurt angefangen hat. Der Senior Vice President war immerhin seit 2011 bei Berenberg beschäftigt.

Erst im November war bekannt geworden, dass Berenberg im Londoner Aktiengeschäft mit dem Abbau von Personal begonnen hat. Die Hamburger Privatbank gehörte zu den wenigen Playern, die in den zurückliegenden Jahren ihr Aktiengeschäft deutlich ausgebaut und internationalisiert hatte.

 

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