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Die besten Tricks, damit Ihr Lebenslauf auch gelesen wird

Gleich wie viele Leute gegenwärtig nach einem neuen Job in den Finanzdienstleistungen suchen, zwei Punkte sind absolut sicher: Es finden sich tausende von Lebensläufen in entsprechenden Datenbanken und jeder Recruiter, der eine Stelle ausgeschrieben hat, muss jeden einzelnen Tag hunderte von ihnen durchforsten.

Doch wenn dies so ist: Wie können Sie sicherstellen, dass Ihr Lebenslauf nicht der Vergessenheit anheimfällt?

1. Nutzen Sie Schlüsselbegriffe

Wenn Sie Ihren Lebenslauf zu einem Recruiter senden, dann wird dieser wahrscheinlich auf einer Lebenslauf-Datenbank enden. Alternativ können Sie Ihren Lebenslauf auch direkt in eine entsprechende Datenbank einstellen.

Sobald Ihr Lebenslauf in der Datenbank abrufbar ist, wird er von Recruitern auf Schlüsselbegriffe durchsucht. Falls Ihr CV nicht die betreffenden Schlüsselbegriffe enthält, dann wird er auch nicht gefunden. Je mehr Schlüsselbegriffe sich umgekehrt in Ihrem Lebenslauf finden, um so größer ist die Chance, dass Ihr Lebenslauf nicht in der Dunkelheit dahinsiecht.

“Ich suche nach Leuten, die Finanzberufe ausfüllen”, sagt Elan Diamond, der beim Rercruitment-Unternehmen Marks Sattin das Bankenteam leitet. “Daher suche ich nach einer Terminologie mit einem Bezug zu Finanzen und Rechnungswesen sowie nach Fachbegriffen der Branche in einem Lebenslauf.”

Beispielsweise sollten Bewerber für Buchhaltungsjobs Qualifikationen wie den sogenannten ACCA oder Erfahrungen in Bereichen wie den IFRS erwähnen, denn bei beidem handelt es sich um beliebte Suchbegriffe.

Unnötig zu erwähnen, dass Sie nur Schlüsselbegriffe nennen sollten, die tatsächlich zu Ihren Leistungen und Erfahrungen passen. Laut einem Senior Inhouse-Recrutier tendieren Bewerber dazu, Schlüsselbegriffe anzuführen, obgleich diese irrelevant sind.

“Bewerber könnten schreiben: Ich habe mit einem Projektmanager gearbeitet”, womit sie sicherstellen, dass sich der Schlüsselbegriff Projektmanager’ in ihrem Lebenslauf wiederfindet und dass dieser zum Vorschein kommt, wenn nach Stellen im Projektmanagement gesucht wird”, bemerkt er. Falls Sie so etwas anstellen, geraten Sie in Verruf.

2. Streichen Sie den Quatsch

Aus dem Keyword-Trick folgt: Begraben Sie nicht Ihre Leistungen unter einem Berg von Geschwafel. Falls Sie dies machen, dann ist es unwahrscheinlich, dass Ihr Lebenslauf jemals in einer Datenbank ausgegraben wird.

“Wenn Sie ein Management Accountant’ oder ein Financial Accountant’ gewesen sind, dann müssen Sie spezielle Begriffe verwenden und nicht einfach sagen: Ich war verantwortlich, eine Anzahl von Informationen für Berichte ans Management zusammenzustellen.'”

3. Fassen Sie sich kurz

Lebensläufe müssen kurz sein. Die Recruiter, mit denen wir gesprochen haben, gaben an, mehr als 200 Lebensläufe pro Tag zu lesen. Sie wollen keine epischen Beschreibungen über Ihr bisheriges Leben lesen.

“Als Bauernregel gilt: Umso länger das Anschreiben ausfällt, umso langatmiger die persönliche Stellungnahme oder der Lebenslauf ist, desto weniger geeignet ist der Bewerber”, sagt James Heath von Greenwich Partners.

“Ein Lebenslauf sollte eine einfache einseitige Worddatei sein. Ihre akademische Ausbildung und eine klare Beschreibung ihrer gegenwärtigen Stelle sowie Ihre vorherige Erfahrung sind alles, was erforderlich ist”, ergänzt Heath.

4. Spiegeln Sie die Jobbeschreibung wider

Wenn Sie Ihren Lebenslauf als Bewerbung für einen bestimmten Job einsenden, dann ist es hilfreich, den Lebenslauf auf den fraglichen Job anzupassen.

Besonders die Stellenbeschreibung sollte genauestens durchgelesen werden, es sollte darüber nachgedacht werden, was gefragt werden kann und anschließend sollte der Lebenslauf so angepasst werden, dass er die geforderten Erfahrungen möglichst genau reflektiert. Falls Sie hierüber nicht verfügen, lohnt sich keine Bewerbung. Beachten Sie auch die Begriffe, die in der Anzeige genutzt werden, um die geforderten Fähigkeiten zu beschreiben. Nutzen Sie diese auch in Ihrem Lebenslauf.

“Ich habe derzeit eine Stelle im Projektmanagement ausgeschrieben”, sagt ein Recruiter. “Doch es handelt sich um eine Stelle im Projektmanagement, die Erfahrungen in der Liegenschaftsverwaltung erfordert, was aus der Stellenbeschreibung klar hervorgeht. Dennoch erhalte ich hunderte von Bewerbungen von IT-Projektmanagern, die offensichtlich nicht mehr als den Titel gelesen haben.”

5. Halten Sie Ihren CV auf dem Laufenden

Wenn Recruiter Jobboards nach Lebensläufen durchsuchen, dann haben sie üblicherweise die Option, die CVs nach dem Zeitpunkt zu filtern, zudem sie hochgeladen oder überarbeitet wurden. Daher ist es sinnvoll, Ihren Lebenslauf jeden Monat zu erneuern, um sicherzustellen, dass Sie nicht unter den Berg von Lebensläufen verschwinden.

Alternativ mag es genügen, Ihren Recruiter gelegentlich anzurufen, nachdem Sie ihm Ihren Lebenslauf zugesandt haben. “Wir können auch die Lebensläufe in unserer Datenbank nach den Termin sortieren, an dem wir das letzte Mal mit dem Bewerber gesprochen haben,” sagt ein anderer Recruiter. “Jeder Anruf eines Kandidaten bei uns wird registriert und um so aktueller die Aktivität war, desto höher erscheint der Lebenslauf bei einer Suche, mit der nach dem Datum gefiltert wird.”

Wenn Tricks eine Zeitverschwendung darstellen

Doch behalten Sie im Hinterkopf: Es spielt keine Rolle, wie viele Tricks Sie nutzen, diese funktionieren nicht, falls Sie sich auf Jobs bewerben, für die Sie keinerlei Erfahrungen mitbringen oder wenn Sie nicht über den erforderlichen Studienabschluss verfügen.

“Sofern Fähigkeiten, relevante Berufserfahrungen und akademische Abschlüsse fehlen, dann haben Sie keine Chance,” sagt Heath. “Kein noch so intensives Herausputzen Ihres Lebenslaufes kann den Mangel an Kernkompetenzen kompensieren, die der Kunde anfordert.”

Kommentare (3)

Comments
  1. 200 CVs am Tag??? Wers glaubt…

  2. …mit vier Augen gehts..hihi

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