Deutsche Bank-Analyse: Welche Fragen Sie in Jobinterviews von europäischen Banken stellen sollten

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Noch müssen einige Jobs bis zum Jahresende besetzt werden. Für alle, die für die anstehenden Vorstellungsgespräche noch Material brauchen, kommt eine neue Studie des Deutsche Bank-Researchs gerade richtig. Die Experten analysieren die aktuellen Probleme der wichtigsten europäischen Investmentbanken. Wer bei einschlägigen Adressen zum Jobinterview vorgeladen wird, sollte die folgenden Fragen nicht vergessen:

Fragen an Barclays:

1. Was passiert nach dem Brexit? Wie will Barclays sicherstellen, dass es den sogenannten „Pass“ für die Geschäfte in der restlichen EU erhält? Wie wichtig ist das Geschäft von Barclays mit EU-Kunden überhaupt?

2. Die Investmentbank stellt eine Belastung für die Profitabilität des Konzerns dar. Zwar scheint die US-Sparte gutes Geld zu verdienen, allerdings zu deutlich höheren Kosten als bei der US-Konkurrenz. Unterdessen hat die europäische Sparte mit geringeren risikogewichteten Aktiva zu kämpfen als die europäischen Wettbewerber. Was wollen Sie unternehmen?

3. Planen Sie den Anteil des Investment Bankings am Geschäft zu steigern?

Fragen an BNP Paribas:

1. Wie sehen Ihre Wachstumspläne für Deutschland aus? Wie wollen Sie das Geschäft im Corporate and Investment Banking in diesem Kernmarkt ausbauen?

2. Nach Ihren Plänen wollen Sie die Eigenkapitalrendite bis 2020 auf 10 Prozent steigern. Doch wie realistisch ist dies angesichts einer höheren Eigenkapitalbasis (12 gegenüber 10 Prozent) überhaupt? Was werden Sie unternehmen, um dies dennoch zu erreichen?

3. Ihr Aktienhandel (Equities Sales and Trading) hat im ersten Halbjahr an Marktanteil zugelegt. Was waren die Gründe hierfür? Werden Sie diesen Marktanteil halten können?

Fragen an die Credit Suisse:

1. Sie planen bis 2018 einen weiteren Kostenabbau in Höhe von 1,5 Mrd. Franken. Wo soll das Geld eingespart werden?

2. Welches Synergiepotenzial sehen Sie zwischen Ihrem Aktienhandel (Equities Sales and Trading) und Ihrem Wealth Management? Wie können die Synergien gehoben werden?

3. Sie haben in jüngster Vergangenheit für ihr Aktiengeschäft eingestellt. Wie sehen Ihre Wachstumspläne bei Aktienderivaten und im einfachen Aktienhandel aus?

Fragen an HSBC:

1. Der HSBC-Konzern hat seine Kostensenkungspläne von 5 auf 6 Mrd. Dollar gesteigert. Wo soll das Geld eingespart werden und welche Auswirkungen haben die Einsparungen auf die Erträge?

2. Die Profitabilität von HSBC fällt in den USA niedriger als bei der US-Konkurrenz aus. Welche Strategie verfolgen Sie, um dies langfristig zu korrigieren?

3. Wie verteilen sich die risikogewichteten Aktiva, Erträge und Kosten in ihrem Global Banking and Markets Business auf Europa, die USA und Asien? Wie wird sich das voraussichtlich entwickeln?

Fragen an die Société Générale:

1. Im Geschäft mit Aktienderivaten spielt die Société Générale weltweit ganz vorne mit. Allerdings hat die Performance zuletzt im Vergleich zur Konkurrenz gelitten. Woran liegt das?

Fragen an die UBS

1. Welche Folgen wird der Brexit voraussichtlich auf Ihr Betriebsmodell und Ihre Kosten haben? Werden die Regulierungskosten weiter steigen? Derzeit geben Sie rund 700 Mio. Franken für zeitlich begrenzte Regulierungskosten aus. Besteht nicht die Gefahr, dass diese dauerhaft werden?

2. Ihr aktuelles Kostensenkungsprogramm in Höhe von 2,1 Mrd. Franken ist weitgehend umgesetzt. Dennoch fallen Ihre Kosten immer noch vergleichsweise hoch aus. Sehen Sie ein Potenzial für weitere Kostensenkungen und wenn ja, wo?

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