Die etwas andere Bilanz: Für welche Landesbank Sie arbeiten sollten

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Shipwreck, Greece

Noch immer belastet die Schifffahrtkrise einige Landesbanken.

Sparkassenpräsident Helmut Schleweis träumt wieder einmal von einer fusionierten Super-Landesbank. Doch viele Beschäftigten dürften von der Aussicht nicht erfreut sein, denn seit der Finanzkrise haben die meisten Institute eine harte Restrukturierung hinter sich und schreiben zu Dreiviertel tiefschwarze Zahlen.

Lediglich die NordLB bekam 2018 noch einmal die Spätfolgen der Finanzkrise zu spüren und musste einen Verlust von gut 2 Mrd. Euro verkraften. Bis 2024 sollen die jetzt noch 5660 auf dann nur noch 3200 Stellen abgebaut werden. Von daher stellt die NordLB derzeit gewiss nicht den besten Arbeitgeber unter den Landesbanken dar. Wir haben an drei Kriterien untersucht, welches die beste Landesbank ist. Konkret:

Das wichtigste Kriterium ist sicherlich die Bezahlung. In dieser Disziplin konnte die Helaba mit einer durchschnittlichen Bruttovergütung pro Kopf von gut 86.000 Euro punkten. Pikanterweise liegen BayernLB und NordLB mit jeweils gut 73.000 Euro gleichauf, obgleich die Profitabilität recht unterschiedlich ausfällt. Dagegen müssen sich die Schwaben mit knapp 70.000 Euro begnügen.

Bei der Profitabilität sind die Unterschiede gravierend. Während jeder Mitarbeiter der BayernLB rein rechnerisch ein Vorsteuerergebnis von fast 113.000 Euro generierte, war es bei der NordLB ein Verlust von gut 363.000 Euro. Interessanterweise sind die Beschäftigten der Helaba weniger profitabel als ihre Münchner Kollegen, obgleich ihre Gehälter deutlich höher liegen.

Die Aufwands-Ertrags-Quote gibt an, wie viel Cent eine Bank für jeden Euro Ertrag berappen muss. Daher gilt die Faustregel: Je niedriger, umso besser. Dort können die Bayern mit 61,9 Prozent punkten. Zum Vergleich: Deutsche und Commerzbank kommen hierbei auf 93 und 80 Prozent. Dagegen sind es bei der LBBW 72, 8 und bei der Helaba 78,3 Prozent.

Unter dem Strich lässt sich sagen: Die BayernLB schneidet in fast allen Disziplinen am besten ab und hat 2018 überdies viele hundert Stellen geschaffen. Lediglich in einem Punkt liegt die Helaba vorne, freilich dem wichtigsten: die Bezahlung.

Falls Sie eine vertrauliche Nachricht, einen Aufreger oder einen Kommentar loswerden wollen, zögern Sie nicht! Schreiben Sie einfach an Florian Hamann. fhamann@efinancialcareers.com.

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