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Allein 800 Finanzjobsvakanzen stehen in Zürich bereit

Der Stellenabbau scheint vorerst gestoppt. Die Mitarbeiterbilanz der Schweizer Banken dürfte unter dem Strich wieder positiv ausfallen.

Wer hätte das vor Jahresfrist gedacht: die Schweizer Geldinstitute stellen wieder zahlreiche Mitarbeiter ein. Wo noch vor 12 Monaten Stellenabbau und Einstellungsstopp das Geschehen dominierten, scheint sich das Blatt nun gewendet zu haben.

Zum Stimmungsumschwung beigetragen hat sicherlich auch die äusserst erfreuliche Entwicklung an den Börsen während der vergangenen Monate. Ob der Aufwärtstrend bei den Finanzjobs anhalten wird, ist zwar noch ungewiss, doch die Anzeichen stehen nicht schlecht.

Die Wirtschaftsindikatoren sprechen für einen Aufschwung in der Schweiz – die BIP-Prognosen der Konjunkturforscher wurden in den letzten Monaten regelmässig nach oben korrigiert. Auch wenn die Forscher mit keinen nennenswerten Auswirkungen auf den hiesigen Arbeitsmarkt rechnen, so sind die Recruiter der Banken offensichtlich optimistischer.

Der Branchenprimus UBS sucht per Jahreswechsel schweizweit über 500 neue Mitarbeiter, am Standort Zürich sind es 385 Vakanzen. Auch bei Dauerkonkurrent Credit Suisse werden derzeit in der Schweiz fast 600 Mitarbeiter gesucht. Die ZKB hat über 50 Positionen zu besetzen, Vontobel 18, Julius Bär in der Schweiz acht und Sarasin immerhin noch fünf.
Insgesamt dürfte die Anzahl der zu besetzenden Bank-Stellen allein in Zürich zwischen 600 und 800 betragen.

Georg Söntgerath von der Credit Suisse schätzt auf Grund der Erfahrungen aus den vergangenen Jahren, dass knapp die Hälfte der offenen Positionen intern besetzt werden kann. Auch wenn bei anderen Banken von ähnlichen Quoten auszugehen ist, dürfte sich unter dem Strich immer noch ein positiver Effekt für den Arbeitsmarkt ergeben.
Die Stellenbesetzungen scheinen auch zügig voranzugehen, nur in einigen Fällen sind Positionen seit über einem halben Jahr unbesetzt.

Die UBS erklärt gegenüber eFinancialCareers, dass vor allem Financial Adviser und IT-Spezialisten gesucht werden. Ob der gegenwärtige positive Trend jedoch anhalten wird, kann man bei UBS nicht sagen. Sicher scheint nur, dass offene Positionen möglichst rasch und gut besetzt werden sollen. Ähnlich verhalten optimistisch zeigt sich die Credit Suisse: “Mit einer kurzfristig abrupten Änderung ist nicht zu rechnen”, kommentiert Georg Söntgerath.

Angesichts der Menge an IT-Spezialisten, die gesucht werden, ist jedoch zu befürchten, dass diese an Rationalisierungsmassnahmen arbeiten werden, die schon bald wieder zu einem Stellenabbau führen könnten. Der Schweinezyklus beginnt dann von neuem…also nutzen Sie jetzt Ihre Chance.

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