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Landesbanker müssen um Arbeitsplätze fürchten

Trübe Aussichten für die Mitarbeiter von Landesbanken. Der Präsident des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg, Peter Schneider, rechnet mit dem Verlust vieler Arbeitsplätze, wenn es zu weiteren Fusionen kommen sollte. Eine Landesbank in Deutschland würde ihm zufolge ausreichen.

“Wer Synergien zwischen den Landesbank-Konzernen heben will, muss Personal abbauen”, sagte Peter Schneider in einem dpa-Interview in Stuttgart. “Das ist die Wahrheit.” Seiner Einschätzung nach wird der Konsolidierungstrend in der Branche in den nächsten Monaten Fahrt aufnehmen. “Wir werden in 2008 Bewegung sehen. Da bin ich mir ziemlich sicher.”

Der Sparkassenverband ist mit dem Land Baden-Württemberg der Hauptanteilseigner der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) . Beide halten je 35,6 Prozent des Stammkapitals an dem Institut. Die LBBW hatte nach den Turbulenzen an den Finanzmärkten erst mit der Düsseldorfer WestLB Gespräche geführt, die aber zu keinem Ergebnis führten. Inzwischen wird ein Zusammenschluss der größten deutschen Landesbank mit der BayernLB für möglich gehalten.

“Praktisch wird sich eine Verdichtung auf zwei bis drei Konzerne ergeben”, sagte Schneider. “Eine Landesbank, die leistungsfähig ist, muss in den Märkten sein, bei den Ratingagenturen akzeptiert sein und ein internationales Standing haben”, sagte Schneider.

Die Landesbank Baden-Württemberg sei wegen der Integration der Sachsen LB und der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) in den Konzern derzeit nicht unter Zugzwang. “Wir sind nicht unterwegs und sagen: Welche Landesbank ist für uns interessant. Wir liegen nicht auf der Lauer und wollen zuschnappen. Das ist nicht unsere Situation”, betonte der Verbandspräsident. “Wir haben genügend eigene Hausaufgaben zu machen.”

Was meinen Sie? Steht es wirklich so schlecht um die Zukunft von Landesbankern, oder wird da ein Thema unnötig dramatisiert?

Kommentare (1)

Comments
  1. Sagen wir’s mal so: Ich werde sicher nicht warten, bis die Kündigung ins Haus flattert. Wer kann, sollte sich frühzeitig neu orientieren.

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