Traurige Realität: BayernLB kommt beim Personalabbau zügig voran

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Fast 1000 Stellen sind bei der BayernLB in den ersten neun Monaten des Jahres weggefallen, wie aus den am heutigen Mittwoch (17. November) vorgelegten Geschäftszahlen für das dritte Quartal hervorgeht. Dies führte ein Unternehmenssprecher auf die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen sowie die Dekonsolidierung der SaarLB zurück.

Laut dem Geschäftsbericht sei der Abbau der Risikoaktiva und die Verminderung des Verwaltungsaufwands bereits um 70 bzw. 90 Prozent abgeschlossen. "Ähnliches gilt für den damit einhergehenden Personalabbau", heißt es weiter.

Dagegen hat das Vorsteuerergebnis in dem gleichen Zeitraum um 4,2 Prozent auf 669 Mio. zugelegt, wozu das dritte Quartal indes nur 115 Mio. Euro beisteuerte. Dabei geht der Abbau von Risiken voran. So verkürzte die BayernLB ihrer Bilanzsumme um 6,8 Mrd. auf 332 Mrd. Euro.

Der Hauptteil des Vorsteuergewinns wurde mit einem Plus von 454 Mio. Euro im Bereich Corporates & Markets erwirtschaftet, was um fast 10 Prozent über dem Vorjahreszeitraum liegt. Im Privatkunden- und Mittelstandsgeschäft belief sich das Vorsteuerergebnis auf 202 Mio. Euro und lag damit knapp unter Vorjahresniveau. Auch das Geschäft mit Immobilien, der Öffentlichen Hand und Sparkassen musste Federn lassen und sank um 14,6 Prozent auf 111 Mio. Euro.

Selbst nach dem Ausstieg aus der österreichischen Skandalbank Hypo Alpe Adria erweisen sich die Osteuropaaktivitäten als wahre Geldvernichtungsmaschine. So beläuft sich der Vorsteuerverlust der ungarischen MKB Bank auf 226 Mio. Euro.

BayernLB-Chef Gerd Häusler zeigte sich dennoch mit dem Ergebnis zufrieden: "Der Trend zu einer nachhaltig ertragsreichen, weil kundenfokussierten Universalbank stimmt. Die Gesundung der Bank ist weit vorangeschritten. Das noch vor uns liegende Schlussdrittel unserer Restrukturierung gehen wir mit voller Konzentration an."

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