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Commerzbank-Tochter Eurohypo steht vor massivem Jobabbau

Die Commerzbank-Tochter Eurohypo steht vor harten personellen und organisatorischen Einschnitten. Der Immobilien- und Staatsfinanzierer wird sich im deutschen Immobiliengeschäft eine zentralere Struktur geben und viele Auslandsmärkte aufgeben, berichtet das Handelsblatt.

Napier Scott.

Im Zuge der Sparmaßnahmen sollen bis zu 400 Stellen der weltweit rund 1.700 Arbeitsplätze wegfallen. Bislang war über den Abbau von 300 Stellen spekuliert worden. Die Eurohypo wird sich auf einer Pressekonferenz am kommenden Montag dazu äußern.

In den vergangenen Wochen hatten Unternehmensberater unter dem Projektnamen “Fokus” das Geschäftsmodell der Bank überprüft, nun sollen die Ergebnisse vorgestellt werden, so das Blatt weiter. Die Bank hatte 2008 einen Milliardenverlust eingefahren, der vor allem aus dem Staatsfinanzierungsgeschäft resultierte.

Mit dem organisatorischen Umbau würde sich die Eurohypo stärker an ihrer Geschäftsstruktur im Ausland orientieren: Dort werden Kredite zwar vor Ort vertrieben, dann aber zentral betreut und bearbeitet. Dagegen unterhält der Immobilienfinanzierer in Deutschland noch sechs Niederlassungen und arbeitet eher dezentral. Die geplanten Einschnitte im Personal müssen dem Vernehmen nach noch mit den Arbeitnehmervertretern ausgehandelt werden.

Zu Einschnitten könnte es der Zeitung zufolge auch bei den Investment-Banking-Produkten kommen. Ein genereller Rückzug aus Bereichen wie der Beratung bei Immobilientransaktionen oder der Strukturierung von Finanzierungen und Verbriefungen sei aber nicht geplant.

Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, die Commerzbank müsse sich auf Druck der EU-Kommission wegen der Staatshilfen der Bundesregierung von der Eurohypo trennen. Gut möglich, dass sich Commerzbank-Chef Martin Blessing bei der Präsentation der Quartalszahlen am Freitag dazu äußern wird. Die Vierteljahresbilanz enthält erstmals auch die Ergebnisse der Anfang des Jahres übernommenen Dresdner Bank.

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