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Beteiligungsgesellschaften entlassen wegen Finanzkrise Mitarbeiter

Die Finanzkrise belastet zusehends das Geschäft der Beteiligungsgesellschaften. Nun hat offenbar die britische Private-Equity-Gesellschaft 3i angefangen, in Frankfurt Mitarbeiter zu entlassen.

Leitende Mitarbeiter seien informiert worden, dass sie zu den weltweit 100 Mitarbeitern 15 Prozent gehören, die – wie bereits im Dezember angekündigt – wegen der Finanzkrise im Laufe des Jahres gehen müssen, berichtet Financial News. Das entspricht 15 Prozent der Belegschaft.

Demnach würden ganze Teams aufgelöst, darunter Infrastruktur und Healthcare. Nur das eigentlche Buy-out-Team bleibe in seiner jetzigen Form bestehen, hieß es.

Die Sprecherin des Unternehmens war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

3i ist kein Einzelfall. Diverse US-Beteiligungsgesellschaften, darunter Carlyle und Blackstone haben bereits angekündigt, dass sie das Geschäft weltweit zurückfahren werden.

Der Gründer der Schweizer Private-Equity-Gesellschaft Adveq, Bruno Raschle, sagte der Branche in einem Interview mit der Schweizer Handelszeitung einen dramatischen Schrumpfprozess voraus.

Die Branche sei einer enormen Konsolidierung ausgesetzt, so Raschle. Der Schrumpfprozess, den das Venture-Capital-Segment in Amerika seit 2000 gesehen habe, werde sich bei den Buy-Out-Firmen wiederholen. “Nur viel schneller, denn dort sind die Firmen 100% investiert. Insbesondere ältere Fonds weisen kaum Reserven aus”, sagte der Adveq-Geschäftsführer.

Es werde deshalb zu weiteren Entlassungen, nicht nur in der Private-Equity-Industrie, sondern in der ganzen Wirtschaft kommen.

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