☰ Menu eFinancialCareers

Genossenschaftsverband drängt DZ Bank und WGZ Bank zu Fusion

Die 1.200 deutschen Volks- und Raiffeisenbanken haben im vergangenen Jahr die Folgen der Finanzkrise zu spüren bekommen. Ein Jobkahlschlag steht den 167.100 Genossenschaftsbankern (Stand: Ende 2008) deshalb aber nicht ins Haus.

Um sich für den Konkurrenzkampf um die private Kundschaft zu rüsten, wollen die 1.197 Genossenschaftsbanken die Kosten senken. Im vergangenen Jahr lag die Aufwands-Ertrags-Relation bei 73,2 Prozent – ein Einstieg um 2,7 Prozentpunkte im Vergleich zu 2007.

Neben dem Abbau von Doppelarbeiten erhoffen sich die Volksbanken vor allem von der Fusion der beiden verbliebenen Spitzeninstitute DZ Bank (3.900 Mitarbeiter) und WGZ Bank (1.500 Mitarbeiter) Einsparungen von mehr als 100 Mio. Euro.

“Es gibt aus meiner Sicht aktuell keine sinnvolle Alternative zu einer zügigen Umsetzung der Fusion im aktuell angekündigten Zeitplan”, sagte Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken.

Am 9. April soll der Verschmelzungsvertrag unterzeichnet werden, aber auf Seiten der WGZ-Bank-Eigentümer wächst wegen des Kapitalbedarfs bei der DZ Bank der Widerstand. Einige haben sich inzwischen für eine Verschiebung ausgesprochen. In den vergangenen Jahren waren bereits mehrere Fusionsanläufe der beiden genossenschaftlichen Zentralbanken teils an persönlichen Animositäten gescheitert.

Aktuell sind nur wenige freie Stellen ausgeschrieben. Während die DZ Bank vor allem Azubis und Trainees einstellt, sucht die WGZ Bank einen Experten für Asset Services/Reporting, einen Junior-Analysten, zwei M&A-Berater, einen Spezialisten für das Kreditrisikomanagement und einen IT-Experten.

Kommentare (0)

Comments

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier