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Neues Vergütungsmodell soll Exzesse verhindern

Mit einem auf Langfristigkeit ausgelegten Vergütungssystem können in Zukunft Exzesse bei Managergehältern verhindert, sagt die Unternehmensberatung Kienbaum .

Wenn es nach den Gummersbacher Besoldungsexperten geht, sollen Manager einen wesentlichen Teil des Gehaltes künftig in Aktien des Unternehmens investieren. Diese werden anschließend von einem Treuhänder verwahrt und können erst nach einer Sperrfrist von zum Beispiel zehn Jahren ausgezahlt werden.

Beispielrechnungen für die Deutsche Bank, Commerzbank, Postbank und Hypo Real Estate zeigen, dass mit dem Kienbaum-Modell die Bonuszahlungen an deutsche Vorstände von 2004 bis 2007 um mehr als 30 Prozent und die Gesamtvergütung um rund zehn Prozent geringer ausgefallen wären. Im Falle der Hypo Real Estate hätte der Vorstand sogar annähernd 20 Prozent weniger Vergütung erhalten.

Kienbaum-Geschäftsführer Alexander von Preen hält dagegen die gesetzliche Begrenzung der Vorstandsgehälter für den falschen Weg. “Vielmehr müssen Systeme eingeführt werden, die das nachhaltig unternehmerische Handeln belohnen und ausschließlich kurzfristiges Denken sanktionieren.”

Es sei Aufgabe des Aufsichtsrats, solche langfristigen Vergütungssysteme umzusetzen. Manager, die ein Unternehmen in die Krise führen, müssen dies in der eigenen Geldbörse spüren, so von Preen. Darüber hinaus sollten diese Systeme so gestaltet sein, dass sie auch von Stakeholdern wie den Aktionären überhaupt verstanden werden”, sagt von Preen.

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