Dekabank-Sparkurs: Offene Stellen werden gestrichen

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Die Frankfurter Dekabank will 20 Prozent der Kosten verringern: Bis 2011 will der Fondsdienstleister seine Aufwendungen um 186 Mio. Euro. reduzieren. Das geht aus einer internen Mitteilung des Unternehmens hervor.

Betriebsbedingte Kündigungen sind nach Angaben eines Sprechers derzeit zwar nicht vorgesehen, dennoch sind es in erster Linie die Mitarbeiter, die bluten müssen. So sollen nicht nur 175 offene Konzernstellen gestrichen werden, sondern auch die Zahl der Zeitarbeiter verringert und befriste Arbeitsverträge nicht verlängert werden.

Das Frankfurter Institut mit seinen 3.920 Mitarbeitern gehört zur Hälfte den Sparkassen und Landesbanken. Es produziert vor allem Investmentfonds für Kunden der Sparkassen, legt aber auch 20 Mrd. Euro freie Liquidität am Kapitalmarkt an.

Vor allem durch Bewertungsverluste auf das Kapitalmarktportfolio hatte die Deka 2008 jedoch einen Vorsteuerverlust von rund 50 Mio. Euro erlitten. Auch der Fondsabsatz schwächelte angesichts der Finanzkrise.

Die Anteilseigner der Deka hatten daraufhin die Strategie von Deka-Chef Franz Waas als zu kapitalmarktlastig kritisiert - dabei mussten die Landesbanken durch ihr eigenes Kapitalmarktgeschäft teilweise höhere Verluste verkraften.

Trotz des Sparkurses will der Konzern weiter investieren. Um weiter gute Produkte anbieten zu können, würden 74 Mio. Euro ausgeben. Dem Vernehmen nach sollen das Risikocontrolling und das Repogeschäft ausgebaut werden.

Künftig will sich die Bank stärker auf ihre Funktion als Dienstleister für Sparkassen mit den beiden Kerngeschäftsfeldern Immobilien und Fonds fokussieren. Die Deka hatte nachträglich ihr Ergebnis von 2008 um fast 100 Mio. auf 71,5 Mio. Euro nach unten korrigieren müssen, weil die Finanzaufsicht eine Umklassifizierung von Wertpapieren in der Bilanz verlangt hatte. Im Zuge dessen waren Probleme im Handel aufgedeckt worden und zwei Mitarbeiter wurden suspendiert.

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