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Jain stürzt Ackermann vom Thron: Wer kassiert bei der Deutschen Bank am meisten?

Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann darf sich freuen: Für 2009 kassiert der bestbezahlte Manager Deutschlands die Kleinigkeit von 9,55 Mio. Euro, wovon allerdings 70 Prozent zeitverzögert ausgezahlt werden und somit von der Entwicklung des Konzernergebnisses abhängig sind. Dabei beläuft sich das Grundgehalt Ackermanns auf “nur” 1,15 Mio. Euro oder 12 Prozent, wie aus dem jetzt vorgelegten Vergütungsbericht der Deutschen Bank hervorgeht.

11,3 Mrd. Euro für die Mitarbeiter

Der Chef des Investmentbankings Anshuman Jain streicht indes eine Gesamtvergütung von 7,8 Mio. Euro ein, wobei auf das Grundgehalt lediglich 600.000 Euro oder knapp 8 Prozent entfallen. Doch Jain ist erst im April 2009 bei der Deutschen Bank in den Vorstand aufgestiegen. Hochgerechnet auf 12 Monate würde Jain eine Gesamtvergütung von 10,4 Mio. Euro zustehen, womit der Investmentbanker Ackermann als bestbezahlten vom Thron stoßen würde.

Insgesamt blätterte der deutsche Branchenprimus für seine Mitarbeiter 11,3 Mrd. Euro auf den Tisch, womit für die Vergütung rund 14 Prozent weniger ausgegeben wurden als im letzten Vorkrisenjahr 2007. Die Personalaufwandsquote bezifferte das Institut auf 39 Prozent.

Mehr Gewinn mit weniger Mitarbeitern im Investmentbanking

Die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich in 2009 um 4 Prozent auf rund 77.000 Mitarbeiter, wovon in Deutschland 35,5 Prozent beschäftigt wurden. Auf den Bereich “Corporate and Investment Banking” (CIB) entfielen 18,4 Prozent oder gut 14.000 Mitarbeiter. Obgleich die Sparte den Hauptteil des Vorsteuergewinns von 5,2 Mrd. erwirtschaftete, sank die Mitarbeiterzahl im CIB um über 800.

Die Bank gab konzernweit für jeden Beschäftigten durchschnittlich 147.000 Euro aus. Im CIB belief sich der durchschnittliche Personalaufwand auf 216.000 Euro. Da hier jedoch laut Unternehmensangaben auch die unterstützenden Infrastruktureinheiten eingerechnet sind, dürften die eigentlichen Investmentbanker deutlich besser verdienen.

Wiederholung der Erträge im Investmentbanking dürfte schwer fallen

Laut Branchenkreisen dürfte indes das gute Abschneiden des Investmentbankings im laufenden Jahr schwerer fallen. So wurden mit Anleihen in 2009 gutes Geld verdient. Ob dieser Trend weitergeht, erscheint zweifelhaft. Auch die Erholung der Aktienmärkte dürfte sich nicht in der gleichen Geschwindigkeit fortsetzen wie im vergangenen Jahr, hieß es. In 2009 konnte beispielsweise der DAX um 23,8 Prozent auf 5957 Punkte zulegen.

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