Londons Banker werden in Europa als erste entlassen

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Seit Beginn der Finanzkrise hat beinahe jeder dritte Banker bei einem europäischen Geldinstitut seine Stelle verloren, schreibt das Handelsblatt in einem alarmierenden Bericht. Vor allem Investmentbanker seien der Krise zum Opfer gefallen - und die Aussichten für die vielen Analysten, Derivate-Experten und Wertpapierhändler, die im Zuge der Subprime-Krise in mehreren Wellen auf die Straße gesetzt wurden, seien bescheiden.

Was das Blatt nicht schreibt: Vor allem die Londoner City hat unter den Massentlassungen zu leiden. Hier in der "Square Mile" - und nicht etwa in Frankfurt oder Zürich - wurde und wird ein Großteil der betroffenen Investmentbanker und Wertpapierhändler "freigesetzt".

Spitzenreiter bei den Entlassungen in Europa ist übrigens die Schweizer Großbank UBS. Das ehemalige Vermögensverwalter hat für die Expansion ins Investmentbanking viel Lehrgeld in Form von milliardenschweren Abschreibungen und Not-Kapitalerhöhungen gezahlt.

Die meisten Mitarbeiter werden in London entlassen, weil das Institut hier durch die Übernahmen von britischen Traditionshäusern überhaupt zu einem wichtigen Spieler im weltumspannenden Investmentbankingeschäft aufgestiegen ist.

Und dass sich die UBS nun mit Vorliebe hier von seinen Mitarbeitern trennt, hat auch noch einen handfesten juristischen Hintergrund. Das Vereinte Königreich ist zwar als EU-Mitglied an die Sozialrichtlinien des Kontinents gebunden. Dennoch ist das britische Arbeitsrecht viel liberaler als auf dem Festland. Und als ausländischer Anbieter kann die UBS die Sanierung rücksichtsloser vorantreiben, als es heimische Banken könnten.

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