Berenberg streicht angeblich Stellen in London

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So schnell kann sich das Bild wandeln: Kürzlich hat Berenberg noch eingestellt und jetzt sollen angeblich Kündigungen auf dem Programm stehen. Noch im Juli hatte Berenberg die Absicht bekräftigt, 25 Leuten für ihr Aktien-Analyse-Team in London einzustellen. Laut darauf spezialisierten Recruitern soll die Bank eher 65 Leute für alle ihre Londoner Aktivitäten angeheuert haben.

Nachdem alle diese Leute an Board gekommen sind, soll das Hamburger Institut jetzt angeblich zu Kostensenkungen umschwenken. Laut Equity-Headhuntern hat Berenberg bereits fünf Mitarbeiter gehen lassen und es soll ein weiterer Stellenabbau bevorstehen. Einige der Betroffenen hätten erst im Januar angefangen.

Die jüngeren Mitarbeiter dürften wohl als erstes betroffen sein. "Viele der Juniors verdienen wohl nur 40.000 bis 80.000 Pfund im Jahr, allerdings generieren sie für das Unternehmen keinerlei Einnahmen oder werfen irgendeinen Ertrag ab", behauptet ein Headhunter, der lieber ungenannt bleiben will.

Berenberg gab an, dass die Einstellungen im Londoner Geschäftsbereich weitergehen würden, kommentierte jedoch die Gerüchte zum Personalabbau nicht. Falls dies indes zutreffen sollte, dann handelt es sich um einen rasanten Schwenk gegenüber dem Jahresanfang, als das Unternehmen noch eine Wachstumsstrategie verfolgte und angeblich hohe Vergütungspakete bezahlte (bis zu 1 Mio. Pfund), um Leute an Bord zu holen.

Wer das Unternehmen verlässt, dürfte zu kämpfen haben, denn die Einstellungen im Equities-Geschäft sind plötzlich zum Stillstand gelangt. "Die Dinge haben sich sehr schnell gewandelt", sagt der Headhunter. "Es herrscht richtig Sorge, dass wenn die Volumen nicht schnell wieder anziehen, einige kleinere Equities-Einheiten ganz dicht machen könnten."

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