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KÜNDIGUNGEN: Allianz Deutschland streicht Stellen im Vertrieb

Der Münchener Versicherungsriese Allianz will seinen seinen Deutschland-Vertrieb erneut umbauen und schließt betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr aus. Dabei könnten nach Angaben eines Sprechers bis zu 300 Stellen festangestellter Vertriebsmitarbeiter wegfallen.

Betroffen ist der Bereich Spezialvertrieb, über den der Finanzkonzern unter anderem private Krankenversicherungen und Verträge für betriebliche Altersvorsorge vertreibt. Derzeit verhandelt das Management mit dem Betriebsrat. Man bemühe sich um eine einvernehmliche Lösung, sagte der Sprecher.

Wie aus einem internen Papier hervorgeht, sollen bundesweit 14 Geschäftsstellen für Vertrieb und Kundendienst geschlossen werden; bereits 2005 war ein Dutzend Geschäftsstellen weggefallen.

Von der Umstrukturierung sind bundesweit 1100 Mitarbeiter betroffen, davon 900 Freiberufler. Sie sollen innerhalb der Vertriebsorganisation anderweitig eingesetzt werden.

Die Allianz beschäftigt über ihre Beratungs- und Vertriebs AG mehr als 10.000 selbstständige Vertreter in Deutschland. Weitere 9.000 Vertriebler sind festangestellt. In den vergangenen drei Jahren hatte der Versicherungskonzern seinen Vertrieb in Deutschland stark umgebaut und ausgedehnt. Unter den freien Vertretern hatte der Umbau für einigen Unmut gesorgt.

Europas größter Versicherer hatte sich im zweiten Quartal nach hohen Belastungen durch die Finanzkrise und die frühere Tochter Dresdner Bank wieder gefangen und wies erstmals seit einem Jahr wieder einen Milliardengewinn aus.

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