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Übernahme von Cominvest dürfte Arbeitsplätze bei AllianzGI kosten

Wegen hoher Mittelabflüsse im vergangenen Jahr muss der Vermögensverwalter Allianz Global Investors Kosten sparen. Ob Arbeitsplätze abgebaut werden, steht aber noch in den Sternen. Einsparungen werde es auch bei den Personalkosten geben, ein dezidiertes Stellenabbauziel existiere jedoch nicht, sagte Vorstandschef Horst Eich bei der Präsentation der Zahlen für 2008.

Dass Arbeitsplätze gestrichen werden, liegt auf der Hand. Schließlich hat sich die Allianz beim Verkauf der Dresdner Bank an die Commerzbank in einem geschickten Schachzug deren Fondstochter Comdirect einverleibt. Und es gehört nicht viel Phantasie dazu, um sich Überlappungen und Doppelbesetzungen vorzustellen, wenn die Comdirect mit Allianz Global Investors verschmolzen wird.

Bereits in diesem Jahr werden die Mitarbeiter von Allianz Global Investor und Cominvest an den Standorten Frankfurt und Luxemburg “räumlich” zusammengeführt, teilte die Gesellschaft mit. Außerdem wird die Informationstechnik angeglichen.

Bis 2011 sollen die Aktivitäten unter dem Dach einer gemeinsamen Kapitalanlagegesellschaft mit der Marke Allianz Global Investors in Deutschland zusammengeführt werden, so Eich weiter.

Ende vergangenen Jahres beschäftigte die Fondsgesellschaft in Deutschland nach Angaben einer Sprecherin 1.058 Mitarbeiter. Ein Jahr zuvor waren es 1.023. Die ehemalige Commerzbank-Tochter Cominvest zählte Ende 2008 noch 558 Beschäftigte.

Allianz Global Investors und Cominvest verwalten in Deutschland derzeit nach Unternehmensangaben mehr als 300 Mrd. Euro für private und institutionelle Anleger. Damit zählt sie neben der Deutsche-Bank-Tochter DWS, der genossenschaftlichen Union Investment und dem Sparkassen-Fondsanbieter Deka zu den größten Vermögensverwaltern hierzulande.

Gegenwärtig ist auf der Webseite von Allianz Global Investors lediglich eine Stelle für einen Vertriebsmitarbeiter für Altersvorsorgeprodukte bei Unternehmen ausgeschrieben. Wie die Sprecherin mitteilte, verfolgt das Unternehmen seit Monaten eine restriktive Personalpolitik. Es gibt also de facto einen Einstellungsstopp.

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