Sind Barclays Capital und Deutsche Bank im Grunde der gleiche Laden?

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Investmentbanker Dixit Joshi wechselt von Barclays Capital zur Deutschen Bank. Vielleicht hätte er sich nicht die Mühe machen sollen. Denn laut einem Bankanalysten ähneln sich die beiden Banken sehr.

So verfolgen beide Häuser das gleiche Geschäftsmodell, in dem 80 Prozent der Gewinne aus dem Investmentbanking stammen, betont Dirk Hoffman Becking, Senior Analyst bei Bernstein Research. Und innerhalb des Investmentbanking erwirtschaften beide Institute den Hauptteil ihrer Erträge im Bereich "Fixed Income, Currencies and Commodities" und beide versuchen sich in Aktien und Beratungstätigkeiten zu diversifizieren.

Barclays Capital und Deutsche Bank scheinen Zwillinge zu sein, die erst bei der Geburt getrennt wurden:

Erster Anhang:

Zweiter Anhang:

Source: Bernstein Research

Doch für jeden, der zwischen der Deutschen Bank und BarCap hin- und hergerissen ist, hat Hoffman Becking doch noch Unterschiede zwischen den beiden Banken ausgemacht und kommt zu dem Schluss, dass BarCap wahrscheinlich besser ist. Denn BarCap ist a) weniger von der Eurozone abhängig, weist b) einen weitaus höheren Return on Equity auf (41 zu 29 Prozent) und ist c) erwiesenermaßen besser darin, ihren Marktanteil im Investmentbanking langfristig zu erhöhen.

Interessanterweise betont Hoffman Becking indes, dass BarCaps Fähigkeit ihren Ertragsanteil zu steigern ins Schwanken geraten ist, seit die britische Großbank Teile von Lehman übernommen hat und dass BarCap dabei ist, ihren gegenwärtigen Marktanteil ohne die Akquisition von Lehman zu erreichen.

Daher könnte der Schluss darin bestehen, dass BarCap das bessere der beiden Institute ist - außer jene Teile, die einmal zu Lehman gehörten.

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