☰ Menu eFinancialCareers

Rotstift beim Personal rettet Gewinn der Deutschen Börse

Der Kahlschlag beim Personal scheint sich bei der Deutschen Börse auszuzahlen: Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) kletterte im ersten Halbjahr um 18 Prozent auf 592,8 Mio. Euro, wie aus den am heutigen Freitag (29. Juli) vorgelegten Geschäftszahlen hervorgeht.

Dabei gab der Umsatz sogar leicht auf 1,143 Mrd. Euro nach. Doch im gleichen Zeitraum wurde der Personalaufwand um 36 Prozent auf 195,1 Mio. Euro zusammengestrichen, wodurch die Gewinne stärker sprudelten.

Die Zahl der Mitarbeiter verminderte sich bei der Deutschen Börse im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum jedoch lediglich um 2,7 Prozent auf 3251 Beschäftigte (auf Vollzeitbasis).

Laut einem Unternehmenssprecher hätte indes schon eine größere Zahl an Mitarbeitern von Angeboten wie Vorruhestandsregelungen oder Abfindungszahlungen Gebrauch gemacht. Da viele dieser Mitarbeiter noch nicht formal aus dem Unternehmen ausgeschieden seien, würde diese Entwicklung in den aktuellen Mitarbeiterzahlen nicht berücksichtigt.

Dagegen seien die Kosten des Personalabbaus teilweise bereits im vergangenen Jahr zu Buche geschlagen. Bestes Beispiel ist die größte Tochter Clearstream. Dort sind im Zuge des Personalabbaus im vergangenen Jahr einmalig Kosten von 82 Mio. Euro angefallen. Entsprechend legte das EBIT von Clearstream um 41 Prozent auf 196,4 Mio. Euro zu.

“Auch im zweiten Quartal 2011 haben wir unsere strikte Kostendisziplin fortgesetzt und können damit auf Halbjahressicht eine weitere Optimierung der Kosten erreichen. In Verbindung mit einem leichten Anstieg der Umsatzerlöse ergibt sich damit ein deutlicher Anstieg des Ergebnisses im ersten Halbjahr 2011”, sagte Personal- und Finanzvorstand Gregor Pottmeyer.

Kommentare (0)

Comments

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier