Kolumne: Britische Banker werden nicht flüchten - weil es nirgendwo besser ist!

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Die Ankündigung der britischen Regierung, die Boni von Bankern höher als bisher zu besteuern, hat Britannien in Aufruhr versetzt. Viele fürchten, dass eine massive Flucht der besten Mitarbeiter einsetzen wird.

Es ist zwar unbestritten, dass die jüngsten Änderungen bei den Steuersätzen und Steuerfreibeträgen das Vereinte Königreich einen Tick weniger konkurrenzfähig macht, aber kurzfristig stellt sich natürlich eine ganz andere Frage: Wo sollen die vielen Banker denn statt dessen hingehen?

Bei der Frage, ob jemand ins Ausland wegzieht, sind natürlich eine ganze Reihe von persönlichen Faktoren zu berücksichtigen: die Karriere des Ehepartners, Schulen, Klima, das Alter der Eltern, Sprachbarrieren, soziale Kontakte, usw.

Die Annahme, dass ein leitender Angestellter mal eben auf die Schnelle in ein anderes Land geht, ist schlicht und einfach, nicht wahr. Und die Regierungen wissen das natürlich.

Die Bedenken der Gesellschaft wegen der Bonus-Kultur sind berechtigt, auch dann, wenn Banken Boni zahlen, die keine direkte Staatshilfe bekommen. Ob man die Aufregung um Boni für fair hält oder nicht, der öffentliche Aufschrei spiegelt die Wahrnehmung der breiten Bevölkerung wider, so dass etwas passieren musste.

Ein einmaliger Schuss vor den Bug - wie die geänderte Boni-Besteuerung - ist vielleicht sogar der beste Weg, um irgendwann ein Stück Vertrauen in die Finanzwirtschaft wieder herzustellen. Dass daraus aber ein Exodus ausgelöst wird, glaube ich nicht. Schließlich handelt es sich hier um eine globale Krise.

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