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Credit Suisse zahlt mehr und andere wichtige Nachrichten der heutigen Quartalsergebnisse

Die Credit Suisse hat heute ihre Ergebnisse für das erste Quartal veröffentlicht.

Die Ergebniss sind weder berauschend noch schlecht. Die Erträge im Bereich Investmentbanking sind lediglich um 6% und die Gewinne um 25% gefallen und es wurden 100 Leute eingestellt. Zum Vergleich – bei Barclays, die heute auch Zahlen veröffentlichte, fielen die Erträge um 15% und die Gewinne stürzten um 33% ab, ähnlich wie bei der Bank of America – 34% weniger Gewinn – oder der Citigroup – 66% weniger Gewinn.
Jenseits der Schlagzeilen kamen weitere Informationen ans Tageslicht. Hier sind sie:

1) Die vielen Einstellungen bei der Credit Suisse haben sich gelohnt

Im vergangenen Jahr hat die Credit Suisse in ihrer Investmentbank im Bereich Renten, Währungen und Rohstoffe 1.300 Leute eingestellt. Das hat sich vollständig ausgezahlt.

Auf Seite 15 der Präsentation der Credit Suisse zeigt sich deutlich, dass all die neuen Sales-Leute sehr viele Umsätze generiert haben. Die Verkaufszahlen sind um 19,1% gestiegen und die neuen Sales-Mitarbeiter der Credit Suisse haben allen Grund, stolz auf ihre Leistung zu sein.


2) Die Credit Suisse hat die Vergütungen erhöht – außer in der Schweiz

Die Credit Suisse hat die Vergütungen erhöht. Der Personalaufwand ist im ersten Quartal von 2,3 Milliarden Schweizer Franken im Vorjahresquartal auf 2,4 Milliarden gestiegen.

Dennoch ist die Erhöhung nicht so einfach zu sehen, wie es scheint.

Denn:

i) Die Credit Suisse hat ihre aktienbasierten Boni bereits im ersten Quartal bezahlt, die 70 Millionen Schweizer Franken an Steuern verursachten (Letztes Jahr fielen diese Zahlungen ins zweite Quartal).

ii) Die Belegschaft in der Investmentbank der Credit Suisse ist im Vergleich zum letzten Jahr um 800 gestiegen.

Wenn diese beiden Faktoren berücksichtigt werden, fiel der Personalaufwand pro Kopf im ersten Quartal um 3% auf 112.000 Schweizer Franken. Doch solange sie außerhalb der Schweiz für die Bank arbeiten, ist alles in Ordnung. Die Aufwertung des Schweizer Frankens bewirkt, dass Sie mehr in Ihrer Landeswährung verdienen. So sagt die Credit Suisse beispielsweise, dass ihre Lohnkosten im Vergleich zum Vorjahresquartal in Dollar um 18% gestiegen sind.

3) Credit Suisse liefert hervorragende Ergebnisse

Im ersten Quartal erwirtschaftete die Credit Suisse trotz der harten Bedingungen von Basel III im Investmentbereich eine Eigenkapitalrendite von 16%.

4)Die Credit Suisse beabsichtigt weitere Einstellungen im Bereich Rohstoffe und FICC-Geschäft und will sich weiter in den Emerging Markets engagieren

Die Schweizer Bank verkündete, dass sie vorsichtig im Bereich Rohstoffe expandieren möchte und ein weiteres Engagement in den Emerging Markets anstrebt. Es hieß weiter, dass die Einstellungen noch nicht vorüber seien, aber hauptsächlich nur noch Lücken geschlossen werden müssen.

5) Regulierungen führen zu mehr Jobs in Rechtsabteilungen

Die Credit Suisse führt die Einstellung 100 neuer Mitarbeiter teilweise darauf zurück, dass mehr Leute in den Rechtsabteilungen benötigt werden, um mit gestiegenen regulatorischen Pflichten umzugehen.

6) Kostenabbau führt zu Veränderungen in der IT

An anderer Stelle verkündete die Credit Suisse, dass sie die Anzahl der IT-Mitarbeiter reduziert hat, die der Investmentbank zugeordnet sind.

Kommentare (1)

Comments
  1. 7) es sollen CS Angestellte unbezahlten Urlaub nehmen, um nicht wegrationalisiert zu werden….

    WIE PASST DAS ZUSAMMEN

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