Traineeships und Praktika sind bei Personalchefs gefragt

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Bei deutschen Personalchefs stehen Traineeprogramme und Praktika ganz oben, wenn es um das Rekruiting talentierten Nachwuchses im Finanz- und Rechnungswesen geht. Dies ergab eine internationale Studie im Auftrag von Robert Half Finance & Accounting, dem weltweit führenden Personaldienstleister im Finanz- und Rechnungswesen. Bereits 77% der deutschen Unternehmen nutzen demnach diesen Weg - europäische Spitze.

Neben den bewährten Print- und Onlineanzeigen, die 76% beziehungsweise 68% der Unternehmen einsetzen, werden auch alternative Rekrutierungsmethoden immer beliebter. Bereits jedes fünfte deutsche Unternehmen pflegt beispielsweise intensive Kontakte zu Hochschuldozenten oder Lehrern, die sie auf neue Talente aufmerksam machen. "Deutsche Unternehmen versuchen verstärkt, Informationen abseits klassischer Vorstellungsgespräche oder Assessment Center zu sammeln, bevor sie viel versprechenden Nachwuchs an sich binden", erklärt Sven Hennige, Senior Regional Director Central Europe bei Robert Half Finance & Accounting. "Das zeigt, dass neben den fachlichen Voraussetzungen die Persönlichkeit des Bewerbers eine immer größere Rolle spielt."

In den angelsächsischen Ländern dagegen lagern die Unternehmen die Suche nach geeignetem Nachwuchs immer häufiger aus. Während 37% der britischen Unternehmen professionelle Personaldienstleister einschalten, die sich auf die Vermittlung von qualifizierten Berufsstartern spezialisiert haben - in Deutschland nutzen diese Möglichkeit erst 13%.

Dabei sind Personalberatungen durchaus auch für Hochschulabsolventen interessant: "Jeder Absolvent sollte einmal eine Personalberatung kennen lernen", rät beispielsweise Thomas von Ciriacy-Wantrup, Director bei Michael Page International in Frankfurt. Personalberatungen sind nämlich nicht nur dazu da, einen Spezialisten schnell zu vermitteln, sie planen auch gemeinsam mit ihren Klienten deren Karrieren.

Im Finanz- und Rechnungswesen beispielsweise stellen 38% der Unternehmen fest, dass immer mehr Absolventen unmittelbar nach Abschluss der Ausbildung oder des Studiums ins Berufsleben einsteigen. Vor zwei Jahren hätten viele von ihnen eher eine Auszeit genommen, um zu reisen oder andere persönliche Erfahrungen zu sammeln. "Das hängt sicher auch damit zusammen, dass die Einstellungsaussichten in deutschen Finanzabteilungen derzeit sehr gut sind", meint Hennige. "Vor allem im Controlling und in der Bilanzbuchhaltung, aber auch im Kredit- und Risikomanagement haben Unternehmen derzeit einen großen Personalbedarf."

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