Bankenkonsolidierung - notwendiges Übel oder üble Propaganda?

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Seit Monaten spekuliert Deutschland über Fusionen in der Bankenindustrie. Laut Handelsblatt sind die Gespräche zwischen Commerzbank und Dresdner Bank bereits weit fortgeschrittten.

Ginge es nach dem Willen von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, käme noch die Postbank hinzu. Und schwuppdiewupp hätte Deutschland neben der Deutschen Bank einen zweiten "nationalen Champion".

Gewerkschafter sind derweil empört, dass ausgerechnet ein Genosse den Verlust von bis zu 20.000 Arbeitsplätzen für seine industriepolitischen Träume in Kauf nehmen würde.

Was meinen Sie? Ist der Druck im Kessel wirklich so hoch, dass es zu einer Konsolidierung kommen wird? Oder platzen die Fusionsgespräche - wie zuletzt nach der Jahrtausendwende - , weil sich die Bosse am Ende nicht auf die Verteilung der Posten einigen können?

Überhaupt: Stimmt die "Konsolidierungslogik" eigentlich? Ist Deutschland wirklich "overbanked"? Und ist eine nationale Schlankheitskur wegen der Globalisierung, des zunehmenden Konkurrenzkampfes und den Auswirkungen der "Subprime"-Krise tatsächlich unausweichlich?

Oder gehen Manager und Medien lediglich den Interessen von Investmentbankern und Unternehmensberatern auf den Leim? Schließlich würden die an der seit Jahren propagierten Fusionswelle am meisten verdienen.

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