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M&A-Juniors strömen zurück nach Deutschland

Die sich erholende M&A-Branche in Deutschland führt zu einer neuen Nachfrage nach Nachwuchskräften im Bereich Corporate Finance.

Während des Abschwungs in den Jahren 2001 und 2002 bauten die international tätigen Investmentbanken ihre M&A-Nachwuchskräfte in Frankfurt ab und versetzten die Jung-Banker nach London. Doch aufgrund der steigenden Anzahl von M&A-Deals berichten Personalberater von einer wiedererstarkten Nachfrage nach Junior-Kräften in diesem Bereich.

“In den Krisenzeiten wurden viele Execution-Teams nach London verlegt”, bestätigt Andreas Halin, Leiter des Deutschland-Geschäfts der internationalen Personalberatung Whitehead Mann in Frankfurt. “Jetzt aber herrscht in ganz Europa ein großer Druck, die Execution Teams zu verstärken. Vor allem Banken in Deutschland haben einen extremen Nachholbedarf im Junior-Bereich – sie stellen jetzt Nachwuchsleute frisch von Universitäten und MBA-Schulen ein, werben aber auch Mitarbeiter von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und anderen Unternehmen ab.”

Im vergangenen Jahr stieg das Volumen der M&A-Deals in Deutschland Informationen von Thomson Financial zufolge um 74 % auf 980 Mio. Euro an. Auch im Jahr 2006 wurden in Deutschland schon einige saftige Transaktionen durchgeführt. Der Autozulieferer Continental beispielsweise will das Automotive Electronics-Geschäft von Motorola für 824 Mio. Euro übernehmen.

Zu den Banken, die derzeit Neuseinstellungen in diesem Bereich vornehmen, gehören Bank of America, Lehman Brothers, BNP Paribas und Société Générale. Sie stellen dem Vernehmen nach sowohl im Junior- als auch im Senior-Bereich ein. Auch die Dresdner Bank dürfte Corporate Finance-Talente im Land suchen.

Einige Stellenwechsel im Senior Bereich der jüngsten Zeit belegen die lebhafte Nachfrage: Im Februar engagierte die Bank of America Hans-Olaf Henkel, den früheren Präsidenten des Arbeitgeberverbands “Bundesverband der Deutschen Industrie”, als Berater.

Im vergangenen Monat warb Credit Suisse den Healthcare- und Chemie-Spezialisten Hans Meier-Scherling von Rothschild ab. Und Bear Stearns gab kürzlich die Einstellung von Manfred Puffer, einem früheren Mitglied des Management Boards der WestLB, als Managing Director für Deutschland, Österreich und Osteuropa bekannt.

Halin berichtet, dass die steigende Nachfrage auch die Gehälter steigen lässt. Mit Grundgehältern von 200.000 Euro und Bonuszahlungen, die ein Vielfaches dieser Summe betragen können, ist die Bezahlung im deutschen Corporate Finance-Sektor Halin zufolge inzwischen “signifikant” höher als sie einmal war. Die Bonifizierungen in diesem Bereich seien durchschnittlich um 40% gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

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