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Erster Einblick durch Praktikantenprogramme

Auf Tuchfühlung mit der Arbeitswelt

Besser früher als zu spät: Bereits während des Grundstudiums oder bis zum Bachelor-Abschluss kommt ein Praktikum in Frage, eine intensive und sicherlich auch spannende erste Tuchfühlung mit dem Traumjob. Dass ein solches Praktikum ausgerechnet während der Semesterferien stattfinden muss, ist nicht jedermanns Sache – doch die Vorteile liegen auf der Hand:

1) Wer bei Investmentbanken landet, verdient gutes Geld. Einige berichten von bis zu 1.000 Euro pro Woche.

2) Man entwickelt seine Fähigkeiten, eignet sich grundlegendes Fachwissen an und wird bereits mit anspruchsvollen Aufgaben betraut, die man als Berufseinsteiger später täglich zu erledigen hat.

3) Vor allem aber: Wer sich gut macht und Verbindungen knüpft, verbessert seine Chance auf eine Festanstellung nach dem Studienende deutlich. Die Hälfte der Absolventen,
die von Banken eingestellt werden, haben zuvor ein Praktikum bei ihrem späteren Arbeitgeber absolviert.


Los geht’s mit vier Wochen

Das New Yorker Praktikantenprogramm der Deutschen Bank bietet Studierenden die Gelegenheit, acht Wochen Erfahrungen im Finanzmarkt zu sammeln. In London und Deutschland dauert das Programm der Bank lediglich vier Wochen. Während Fachhochschulen Praxissemester vorsehen, haben Universitätsstudenten nur zwei Mal pro Jahr genügend Luft für ein Vollzeit-Praktikum: während der vorlesungsfreien Zeit Mitte Februar bis Mitte April oder von Mitte Juli bis Mitte Oktober. In England ist der Sommer typischerweise die Jahreszeit der Bankpraktika. Ein Praktikum im Ausland bietet Vorteile: Wer nicht in Urlaub fährt, kann trotzdem ein neues, vorzugsweise englischsprachiges Land kennen lernen und zwar von der beruflichen Seite.


Kommunikation – ein Muss

Die britische National Association of Colleges and Employers (NACE) bat 2003 in einer Befragung Unternehmen, Bewerber auf einer Skala von “nicht wichtig” bis fünf Punkte für “äußerst wichtig” zu bewerten. Das Ergebnis: Kommunikative Fähigkeiten standen mit 4,8 Punkten an der Spitze. Ehrlichkeit und Integrität kamen auf 4,7, Teamwork auf 4,6, zwischenmenschliche Fähigkeiten auf 4,5, Motivation und Initiative auf 4,5 und hohe Arbeitsmoral auf 4,5.

“Die Zahl der Bewerber hat bei uns in den vergangenen Jahren stark zugenommen”, sagt Ralf Rudolf vom Hochschulmarketing der Deutschen Bank. Etwa zwanzig mal mehr Studierende bewerben sich als es Plätze gibt, schätzt er. Das Auswahlverfahren ist rigide – die Banken können es sich angesichts des Angebots leisten.

“Der Interview-Prozess besteht in der Regel aus einer bis zu drei Runden von Bewerbungsgesprächen. Er kann auch quantitative Tests, Sprachtests und Fallstudien beinhalten”, erklärt Paulina Hinz von der Abteilung Recruitment & Training bei der Deutschen
Bank in Frankfurt.

Praktikanten müssen dieselben Kriterien erfüllen
und eine ebenso hohe Motivation hinsichtlich einer Bankkarriere beweisen wie Young Professionals.

“Unsere Praktikanten sind sehr engagiert und absolvieren ihr Studium mit überdurchschnittlichem Erfolg”, sagt Jürgen Hauser, zuständig für das Praktikantenprogramm der Berenberg Bank. Entscheidend ist der erste Eindruck beim Bewerbungsgespräch. “Zeigen Sie uns, dass Sie wirklich leidenschaftlich gern für uns arbeiten möchten. Verkaufen Sie sich ohne Zurückhaltung”, rät Hinz.


Nur wenige werden genommen

Nur wenige Anwärter auf ein Praktikum bekommen tatsächlich den ersehnten Rückruf aus der Personalabteilung. Wer das Glück hat, ausgewählt zu werden, muss sicherlich nicht nur Kaffeekochen. Zumeist beginnt ein Praktikum mit einer informativen Einführungsveranstaltung, in der das Unternehmen in allen Facetten vorgestellt wird. Gleich danach geht es mit der Arbeit in den Wunschabteilungen los – von der Recherche bis hin zur Prozessoptimierung, sei es im Bereich Global Equities, Global Markets, Global Corporate Finance oder Asset Management.
Praktikanten werden für jede Tätigkeit gesucht.

Vor Ort kann die Führungsriege die Qualität der Arbeit und das Engagement der Praktikanten beurteilen. Wer heraussticht, bekommt nicht selten Projektverantwortung übertragen. Kurzum: Wer ein Praktikum absolviert, weiß besser, was auf ihn zukommt im Arbeitsleben und zeigt als Berufseinsteiger bessere Performance.

Man sollte die Zeit dazu nutzen, Netzwerke aufzubauen und vor allem einen guten Draht zu den Vorgesetzten haben. “Nutzen Sie den Ausbildungscharakter eines Praktikums und stellen Sie sorgfältig bedachte Fragen, wodurch Sie Ihr Interesse demonstrieren”, gibt Hinz Interessenten auf den Weg.

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