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Verdi-Gutachter attestiert Dresdner-Boni-Bankern gute Klageaussichten

Gute Nachrichten für Dresdner Banker, die trotz der Millardenverluste für das vergangene Jahr einen fetten Bonus-Scheck haben wollen. Wie der Spiegel meldet, hat ein Gutachter im Auftrag des Gesamtbetriebsrats einen Rechtsanspruch auf Boni für das vergangene Katastrophenjahr bejaht.

Die Kürzung der Bonuszahlungen für die Dresdner-Mitarbeiter durch die Commerzbank sei nicht gerechtfertigt, heißt es in dem Gutachten des Berliner Arbeitsrechtlers Helmut Platow für den Gesamtbetriebsrat der Dresdner Bank.

Bevor Dresdner Banker nun aber flugs zum Anwalt rennen und Klage einreichen, sollten sie bedenken, dass der genannte Gutachter hauptamtlich bei Verdi arbeitet. Insofern darf man unterstellen, dass er die Arbeitnehmerbrille aufhatte, als er das Papier verfasste.

Da Richter aber trotz tausender Rechtsgutachten jedes Jahr weiter dazu neigen, sich ein eigenes Urteil zu bilden und ein entsprechendes dann auch zu fällen, sollten sich die Betroffenen sehr gut überlegen, ob sich eine Klage überhaupt lohnt.

Schließlich wird sich der Verschmelzungsprozess mit dem neuen Eigentümer Commerzbank noch hinziehen. Und Vorstandschef Martin Blessing hat sich weit aus dem Fenster gelehnt, als er den Normalverdienern der beiden Institute wegen der Verluste einen Bonus strich.

Potenzielle Kläger müssten dann nicht nur damit rechnen, vor Gericht baden zu gehen und die Kosten des Verfahrens aufgedrückt zu bekommen; auch die weiteren Karriereaussichten bei der Co-Bank dürften dann ziemlich begrenzt sein.

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