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Auch Deutsche Bank floppt – Kräftiger Personalabbau in der Vermögensverwaltung

Schon vor der vollzogenen Übernahme erweist sich der Einstieg bei der Postbank als teures Vergnügen für die Deutsche Bank, wie aus den am heutigen Mittwoch (27. Oktober) vorgelegten Geschäftszahlen für das dritte Quartal hervorgeht. Durch eine Abschreibung auf die Postbank-Aktien in Höhe von 2,3 Mrd. Euro musste der deutsche Branchenprimus einen Vorsteuerverlust von 1,0 Mrd. Euro verkraften. Ohne die Abschreibung hätte die Bank einen Vorsteuergewinn von 1,3 Mrd. Euro erzielt.

Das Investmentbanking schnitt im Branchenvergleich hingegen gut ab. So konnte das Institut im Investmentbanking-Kernsegment Corporate Banking and Securities seinen Vorsteuergewinn sogar um 12 Prozent auf 1,1 Mrd Euro steigern. Im Global Transaction Banking erwirtschaftete das Institut einen Vorsteuergewinn von 214 und im Asset Management von 84 Mio. Euro. Auch im Privat- und Firmenkundengeschäft konnte die Deutsche Bank ein Vorsteuerergebnis von 245 Mio. Euro generieren.

Dagegen hat sich die Übernahme von Sal. Oppenheim bislang für das Geschäft mit vermögenden Privatkunden nicht ausgezahlt. Während die Schweizer Großbanken hier zuletzt mit satten Gewinnen glänzen konnten, verzeichnete die Deutsche Bank abermals einen Verlust von 6 Mio. Euro.

Investmentbanker kassieren deutlich weniger

Von Juli bis September hat die Deutsche Bank weiter eingestellt. So stieg die Zahl der Vollzeitstellen in diesem Zeitraum um 1 Prozent auf 82.500, wobei indes in Deutschland die Zahl um 2 Prozent auf unter 30.000 sank.
Die Gesamtvergütung stieg hingegen um 5 Prozent auf 2,98 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für jeden Mitarbeiter wurden mithin gut 36.000 Euro aufgewandt, was auf Vorjahresniveau liegt.

Besonders kräftig hat die Deutsche Bank im Investmentbanking eingestellt, wo die Mitarbeiterzahl binnen Jahresfrist um 13 Prozent auf rund 16.200 anstieg. Der durchschnittliche Vergütungsaufwand pro Kopf purzelte im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von etwa 90.800 auf knapp 82.700 Euro. Der Cost-Income-Ratio belief sich auf 70 Prozent und bewegte sich damit auf Vorjahresniveau.

Kräftiger Personalabbau in der Vermögensverwaltung

Im Privatkundengeschäft und im Asset Management stieg die Stellenzahl im Vorjahresvergleich um 3 Prozent auf 32.630 an, wobei die Vergütung überproportional um 14 Prozent auf 796 Mio. Euro zulegte. Somit kassierte jeder Mitarbeiter mit durchschnittlich knapp 23.400 Euro etwa 6 Prozent mehr als im Vorjahr. Dennoch sollten sich die Beschäftigten nicht zu früh freuen, denn für diesen Effekt dürfte vor allem die Sal. Oppenheim-Übernahme verantwortlich sein.

Mithin regiert hier der Rotstift. So baute die Deutsche Bank allein im dritten Quartal mehr als 500 Stellen im Asset and Wealth Management ab und beschäftigt hier aktuell noch knapp 9000 Mitarbeiter (Vollzeitstellen). Auch im Retailgeschäft verminderte die Deutsche Bank ihr Personal binnen Jahresfrist um 5 Prozent auf rund 23.700 Mitarbeiter. Allerdings beschäftigt der deutsche Branchenprimus weitere 32.600 Mitarbeiter, die unter der Rubrik “Infrastruktur” verbucht werden.

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