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Fast 100 Stellen gestrichen: LGT kann Gewinn um 40 Prozent steigern

Kurz vor der Übernahme der Frankfurter BHF-Bank kann die Liechtensteiner LGT ihren Gewinn um 40 Prozent auf 148 Mio. Franken steigern, wie das fürsteneigene Institut am heutigen Donnerstag (17. März) mitteilte. Ohne eine Zahlung von 50 Mio. Euro (63 Mio. Franken) an den deutschen Fiskus wäre der Gewinn noch deutlich höher ausgefallen.

Während der Zinsüberschuss um 42 Prozent auf 96 Mio. Franken bröckelte, legte das Kommissionsgeschäft um 17 Prozent auf 514 Mio. und das Handelsgeschäft sogar um 58 Prozent auf 273 Mio. Franken zu.

Beim Personal hat das Vaduzer Institut indes aufgeräumt. Die Zahl der Beschäftigten sank binnen Jahresfrist um 96 oder 5 Prozent auf 1889 Mitarbeiter. Eine Unternehmenssprecherin führte den Personalabbau auf die “vollständige Integration der Dresdner Bank Schweiz in die LGT Bank Schweiz” zurück.

Dennoch legte der Personalaufwand um 6 Prozent auf 438 Mio. Franken zu. Unter dem Strich liess die LGT für jeden Mitarbeiter durchschnittlich etwa 232.000 Franken springen, was 11 Prozent mehr als im Vorjahr waren.

LGT-Chef Prinz Max von und zu Liechtenstein zeigte sich zufrieden und bekräftigte die Expansionsstrategie: “Im traditionellen Anlagebereich haben wir ein Büro in Frankfurt eröffnet, um den institutionellen Vertrieb an Drittanbieter weiter zu forcieren. 2011 wollen wir unsere Position in allen Geschäftsfeldern und Märkten, in denen wir tätig sind, qualitativ weiter stärken. Dabei gilt es, unsere Kosten im Griff zu halten und unsere Profitabilität weiter zu erhöhen. Was die angestrebte Übernahme der BHF-Bank betrifft, verlaufen die Verhandlungen mit der Deutschen Bank nach Plan.”

Seit Ende des Jahrtausends hat die LGT ihr Personal fast verdreifacht. Während ausserhalb des Fürstentums Ende 1999 lediglich 66 Mitarbeiter beschäftigt waren, kletterte diese Zahl Ende 2010 auf 1129 Beschäftigte. Die Assets under Management verdoppelten sich seit Ende 1998 von 44,6 auf 86,1 Mrd. Franken, wovon mittlerweile mehr als die Hälfte im Ausland liegen.

Mit der Akquisition der BHF-Bank will die LGT langfristig Wert schaffen. “Die BHF-Bank braucht langfristige Stabilität nach vielen Eigentümerwechseln. Die nachhaltige und konsequente strategische Ausrichtung der BHF auf das Private Banking und Asset Management ermöglicht es, signifikante Synergien zu schöpfen”, heisst von dem Institut.

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