2009 ist unterm Strich kein Gehaltsplus zu erwarten - Prognose

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Die Preise steigen, die Stimmung sinkt. Und wie sieht es bei den künftigen Gehältern aus? Es geht, schreibt die Managementberatung Hewitt Associates in einer Kurzstudie. Im kommenden Jahr können die Arbeitnehmer in Deutschland mit einem Plus von 3,6 Prozent rechnen.

Das wäre zwar eine Steigerung um 0,3 Prozentpunkte im Vergleich zu diesem Jahr. Dennoch werden deutsche Arbeitnehmer kein zusätzliches Geld im Portemonnaie haben. "Die hohe Inflation wird auch im kommenden Jahr einen Großteil der Gehaltssteigerungen egalisieren", warnt Marco Reiners, Vergütungsexperte bei Hewitt. "Das schwächt die Kaufkraft der Bevölkerung und damit die gesamte Wirtschaft."

Hewitt hat weltweit knapp 2.000 Unternehmen in mehr als 40 europäischen Ländern befragt. Verglichen mit dem Vorjahr dürfen die Arbeitnehmer in den Niederlanden 2009 den größten Gehaltssprung erwarten. Hier prognostiziert Hewitt eine Steigerung um 4,2 Prozent, das sind 0,4 Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor.

"Auch wenn Unternehmen sich verstärkt auf dem Arbeitsmarkt profilieren müssen, stagniert die Gehaltsentwicklung in den vergangenen Jahren nahezu", sagt Reiners. Die Vergütung sei zwar immer noch eine wichtige, jedoch nicht mehr die einzige Stellgröße für Arbeitgeberattraktivität, Produktivität, Motivation und maximale Leistung.

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