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Im Land der Miniboni: Die meisten Banker dürfen sich über steigende Vergütungen freuen

Mit einem lachendem und einem weinenden Auge blicken deutsche Banker auf 2010 zurück. Laut der eFinancialCareers Bonusumfrage in den USA, Asien, Großbritannien und Deutschland zählen die Banker hierzulande zu den Glücklichen, die für das abgelaufene Jahr steigende Vergütungen einstrichen.

Immerhin 58 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, in 2010 einen größeren Bonus als im Vorjahr erhalten zu haben, wobei sich der Anstieg auf immerhin 19 Prozent belief. Überdies kletterten in 2010 auch die Grundgehälter zumindest im Frontoffice um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Allerdings gilt die ungeteilte Freude nicht für alle Mitarbeiter. Laut der Umfrage bewegte sich bei 22 Prozent der Umfrageteilnehmer die Höhe der variablen Vergütung auf Vorjahresniveau und 16 Prozent mussten sogar Einschnitte verkraften.

Im Vergleich zu London bleiben deutsche Boni winzig

Damit schneiden die deutschen Banker im internationalen Vergleich gar nicht so schlecht ab. Lediglich in Asien stiegen die Boni mit 22 Prozent stärker als in Deutschland. In Großbritannien legten die variablen Vergütungen indes nur moderat um 5 Prozent zu, während die Boni in den Vereinigten Staaten sogar um 5 Prozent purzelten.

Dennoch gibt es auch in Deutschland keinen Grund zur ungeteilten Freude. Denn nach wie vor fallen die Boni hierzulande deutlich geringer als beispielsweise in Großbritannien aus. Dort strichen die Banker im Frontoffice der Umfrage zufolge durchschnittlich stolze 84.409 Pfund (97.120 Euro) ein. Dagegen mussten sich ihre deutschen Kollegen mit einem Minibonus von durchschnittlich 36.183 Euro begnügen.

Deutsche Banker sind besonders zufrieden

Entsprechend gering fällt der Bonusanteil an der Gesamtvergütung aus. Während in Deutschland die variablen Bestandteile an der Gesamtvergütung nur 23 Prozent ausmachen, sind es in den USA 28 und in Großbritannien sogar 32 Prozent. Mithin besteht immer noch ein gewaltiges Gehaltsgefälle zwischen London und New York einerseits und Frankfurt andererseits.

Dennoch scheint Deutschland kein Land der Traurigkeit zu sein. Bei immerhin 59 Prozent der Umfrageteilnehmer lagen die Boni im Rahmen ihrer Erwartungen und in Asien waren 54 Prozent der Umfrageteilnehmer mit ihren variablen Vergütungen zufrieden. Trotz insgesamt deutlich höherer Vergütungen zeigten sich US-Amerikaner mit 50 Prozent und Briten mit 46 Prozent indes tendenziell unzufriedener.

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