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Fürst Fugger ist Deutschlands bester Vermögensverwalter

Bester Vermögensverwalter in Deutschland ist nach einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) die Privatbank Fürst Fugger. Das Augsburger Institut erstellte den besten Anlagevorschlag und erhielt als einziger Vermögensverwalter dafür die Note “sehr gut”.

Der zweite Platz ging an die Hamburger Sparkasse gefolgt von der wegen der Steueraffäre um Ex-Post-Chef Zumwinkel in die Kritik geratene Liechtensteiner LGT Bank, die das beste Beratungsgespräch bot.

Das Hamburger DISQ hat 26 führende Vermögensverwalter hinsichtlich Beratung und Qualität getestet. Auf Basis von Testberatungen und daraus resultierenden Anlagevorschlägen wurden Deutschlands beste Vermögensverwalter ermittelt. Die vorgelegten Portfolios wurden vom Institut für Quantitative Finanzanalyse (IQFin) analysiert.

Überzeugend präsentierten sich die Vermögensverwalter im Bereich Servicequalität, besonders in den Beratungsgesprächen. Bis auf zwei Anbieter erhielten die Institute mindestens die Note “gut”. Acht Vermögensverwalter erzielten das Urteil “sehr gut” und sogar neun wurden mit “ausgezeichnet” beurteilt. “Allein die Tatsache, dass drei Viertel der Gespräche durch mindestens zwei Berater geführt wurde, zeigt den im Vergleich zum Retail-Banking deutlich höheren Einsatz”, sagte Markus Hamer, Geschäftsführer des DISQ.

Anders bei den Anlagevorschlägen. Neben einem “sehr guten” und fünf “guten” Anlagevorschlägen wurden acht der eingereichten Angebote mit “mangelhaft” bewertet. Letzteren mangelte es vor allem an der plausiblen Darstellung von Renditeziel und Risiko sowie einer sinnvollen Portfoliostruktur.

“Es überraschte uns, welche Bandbreite zu beobachten war. Neben maßgeschneiderten und hervorragend zusammengestellten Portfolios wurden leider auch unzulänglich aufbereitete Unterlagen sowie Standardbroschüren eingereicht”, kritisierte IQFin-Geschäftsführer Sven Christiansen die mangelnde Individualität bei knapp einem Drittel der Anlagevorschläge.

Bemerkenswert ist, dass der im Private Banking gepriesene ganzheitliche Beratungsansatz nur bei gut der Hälfte der Vermögensverwalter erkennbar war. “Gerade aufgrund der aktuellen Entwicklungen bei der Erbschaftssteuer und der bevorstehenden Abgeltungssteuer müssen die Vermögensspezialisten in diesen Punkten wesentlich mehr zeigen”, so DISQ-Geschäftsführer Markus Hamer.

Erfreulich war dagegen die im Vergleich zur Vorjahresstudie verbesserte Kostentransparenz. Dies geschah jedoch nicht freiwillig, denn mit Inkrafttreten der EU-Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID) am 1. November 2007 sind Finanzinstitute verpflichtet, Provisionen und Gebühren auszuweisen.

Dessen ungeachtet haben noch nicht alle Vermögensverwalter die Umsetzung der Richtlinie verinnerlicht: Ein Fünftel der untersuchten Anbieter machte keine oder nur sehr dürftige Angaben zu Kosten und Gebühren.

Die zehn besten Vermögensverwalter 2008 (von 26 getesteten):

1. Fürst Fugger Privatbank

2. Hamburger Sparkasse

3. LGT Bank

4. HSBC Trinkaus & Burkhardt

5. Weberbank Actiengesellschaft

6. Hauck & Aufhäuser Privatbankiers

7. Bremer Landesbank

8. Credit Suisse Deutschland

9. BHF-Bank

10. Berenberg Bank

11. Bank Vontobel

12. Delbrück Bethmann Maffei

13. M.M. Warburg

14. Wilhelm von Finck

15. Berlin & Co.

16. avesco Financial Services

17. Bankhaus Lampe

18. VP Bank

19. Bank Sarasin

20. UBS

21. Flossbach & von Storch

22. Dr. Jens Erhardt

23. Sal. Oppenheim jr. & Cie.

24. Feri Wealth Management

25. Nassauische Sparkasse

26. B. Metzler seel. Sohn & Co.

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