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Optimismus steigt: Bankmanager rechnen mit steigender Beschäftigung

Der Optimismus bei den Banken ist zurück. Zu diesem Ergebnis kommt das Bankenbarometer 2011, das Ernst & Young auf der Basis einer Umfrage unter 120 Bankmanagern in Deutschland entwickelt hat. So bewerten 98 Prozent der Bankmanager die operative Geschäftsentwicklung positiv.

Auch für die kommenden sechs Monate sind die Banken guter Dinge. Denn 95 bis 97 Prozent der Genossenschafts- und Privatbanken sowie der Sparkassen rechnen mit einer positiven Geschäftsentwicklung. Dagegen beläuft sich dieser Wert bei den Geschäfts- und Landesbanken auf nur 88 Prozent.

Bankmanager messen Vergütungsfragen keine große Bedeutung zu

Der wiedergefundene Optimismus wird laut dem Bankenbarometer 2011 auch auf dem Arbeitsmarkt ankommen. “Der Boden scheint erreicht – weiterer Personalabbau ist nicht mehr zu erwarten”, heißt es in der Studie. 20 Prozent der befragten Manager gehen sogar von einer steigenden Beschäftigung aus. Die Mehrzahl von 62 Prozent erwartet indes eine gleichbleibende Beschäftigung.

Das wichtigste Thema in 2011 stellt für die Bankmanager auch weiterhin das Risikomanagement dar, dem immerhin 77 Prozent eine große Bedeutung zumessen – gefolgt von Kostensenkungen (52 Prozent) und Vorbereitung auf Basel III (45 Prozent). Dagegen scheinen die neuen Vergütungsregeln für die Masse der Bankmanager kein Thema zu sein. Lediglich 16 Prozent messen der Gehalts- und Bonusproblematik eine große Bedeutung zu.

Wachsende Regulierungsdichte begrüßt

Erstaunlicherweise scheinen die Bankengranden die wachsende Regulierungsdichte sogar zu begrüßen. 47 Prozent werteten sie als eher positiv und nur 31 Prozent als eher negativ. Die Mehrheit rechnet sogar mit positiven Auswirkungen auf das eigene Geschäft. “Damit werden vor allem die stabilisierenden und vertrauensfördernden Aspekte verbunden”, heißt es im Bankenbarometer.

“Der öffentliche Druck auf die Banken ist groß. Sie müssen nun zeigen, dass sie aus der Krise gelernt haben und bei fragwürdigen Entwicklungen gegengesteuert wird. Auch den Anteilseignern ist bewusst geworden, dass mit vermeintlich großen Chancen immer hohe Risiken einhergehen. Daher ist auf allen Seiten der Boden bereitet, um noch intensivere Regulierung durchsetzen zu können. Wenn zudem die imageschädigende Diskussion um Gehälter oder versagende Kontrollorgane eingedämmt wird, dürfte das Zutrauen in Banken wieder wachsen”, sagt Claus-Peter Wagner, Leiter Financial Services bei Ernst & Young.

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