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Concord stellt Aktien- und Rentenhandel ein und sucht neues Geschäftsmodell

Neue Hiobsbotschaft bei der Concord Investmentbank. Nachdem das Institut die Märkte bereits Ende Januar über einen Verlust von mehr als fünf Mio. Euro im abgelaufenen Jahr informiert und eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen hat, gab der auf den Small- und Mid-Cap-Bereich spezialisierte Finanzdienstleister heute die sofortige Einstellung des Aktien- und Rentenhandels bekannt – und zwar sowohl das Kommissionsgeschäft als auch den Eigenhandel.

Es scheint schlimm um das Unternehmen stehen, denn wie es in dieser Mitteilung einräumte, ist das “bisherige Geschäftsmodell der Concord nicht mehr tragfähig”. Der Vorstand arbeite derzeit gemeinsam mit dem neuen Großaktionär an einer strategischen Neuausrichtung der Gesellschaft mit dem Ziel der Erschließung neuer Geschäftsfelder.

Laut Unternehmensinformation hält die Kammermann Investment GmbH 18 Prozent an dem börsennotierten Unternehmen, der Vorstand knapp 15 Prozent. 61 Prozent der Aktien werden derzeit an der Börse frei gehandelt.

Eine Nachfrage bei dem Unternehmen blieb erfolglos. Die Pressesprecherin war zunächst nicht zu erreichen.

Dagegen schwärmte Médard Kammermann, der Schweizer Mehrheitsaktionär, gegenüber eFinancialCareers von einer “genialen Geschichte”, die in zwei, drei Monaten vorgestellt werden soll. Gegenwärtig arbeiteten die Anwälte daran, so Kammermann weiter. Details dazu würden auf der außerordentlichen Hauptversammlung vorgestellt.

Ein Sprecher der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht wollte sich zu der Frage, ob die Behörde bereits informiert wurde und sich mit Concord Investmentbank beschäftigt, nicht äußern.

Ende Juni 2008 beschäftigte Concord Investmentbank 67 Mitarbeiter.

Kommentare (1)

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  1. Concord hat noch einen Buchwert von 41 Cent pro Aktie

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