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Deutsche-Bank-Jobs in Deutschland im dritten Quartal konstant – Boni steigen

Die Deutsche Bank bleibt trotz Finanzkrise und weltweit sinkender Stellenzahlen ein wichtiger Arbeitgeber in Deutschland. Während weltweit zahlreiche Jobs gestrichen worden sind, ist die Beschäftigung in Deutschland mit 27.943 (27.942) im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben.

Einen Tag nach Bekanntgabe der Übernahme von Sal. Oppenheim veröffentlichte der Branchenprimus die detaillierten Zahlen für das dritte Quartal.

Wenig überraschend: Weil das Investmentbanking weiter brummt, werden die Boni für die Investmentbanker in diesem Jahr wieder deutlich steigen. Angesichts gestiegener Gewinne ist der Personalaufwand von Juli bis September um 47 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro gewachsen, teilte das Institut am Donnerstag mit.

In den ersten neun Monaten des Jahres war der Personalaufwand der Deutschen Bank mit fast neun Mrd. Euro beinahe so hoch wie im gesamten Jahr 2008 (9,6 Mrd. Euro). Dabei hat sich die weltweite Mitarbeiterzahl Ende September im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf 78.530 verringert hat. Ende 2008 beschäftigte der Konzern noch 80.456.

Im Vergleich zu großen US-Investmentbanken fallen die Boni bei der Deutschen Bank aber mager aus. Morgan Stanley (62.000 Mitarbeiter) hat für die Leistungszulagen für dieses Jahr 11,9 Mrd. Dollar zurückgelegt, Goldman Sachs (31.700 Mitarbeiter) sogar mehr als 20 Mrd. Dollar.

Innerhalb des Konzerns haben sich die Gewichte wieder in Richtung Kapitalmarktgeschäft verschoben. Erstmals seit Ausbruch der Finanzkrise ist die Zahl der Stellen im Bereich Investmentbanking gestiegen. Von Juli bis September nahm die Beschäftigung im “Corporate and Investment Banking” um 185 Stellen auf 14.208 zu, geht aus einer Präsentation von Finanzvorstand Stefan Krause hervor.

Dagegen verringerte sich die Zahl der Mitarbeiter im Bereich Privat Clients and Asset Management weltweit um 245 auf 31.636.

Der Bereich Infrastructure verzeichnete ein Beschäftigungsminus von 310 auf 32.658.

Kapitalmarktexperten nahmen die Zahlen wohlwollend zur Kenntnis: Commerzbank-Analyst Michael Dunst hob die Anlageempfehlung im Zuge der Zahlen nach dem jüngsten Aktienkursrückgang von “Hold” auf “Add” an. Dunst: “Die Bilanz zum dritten Quartal ist besser als erwartet ausgefallen”. Außerdem habe die Bank die tags zuvor übernommene Sal. Oppenheim für einen attraktiven Preis bekommen.

Nichtsdestotrotz drückt Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann vorsorglich auf die Euphoriebremse: “In manchen Geschäftsbereichen und Produktbereichen sind die Altlasten der Krise nach wie vor spürbar”, warnte der Schweizer. Das gesamtwirtschaftliche Umfeld sei nach wie vor anfällig.

Anfang Januar werden wir wissen, ob diese Skepsis gerechtfertig war.

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