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CFA-Mitglieder begrüßen mehrheitlich staatliche Rettungspakete

Die Mehrheit der Analysten und Investmentmanager begrüßen das Eingreifen der Staaten in den Bankensektor. Das hat eine Umfrage des Branchenverbandes CFA ergeben.

75 % der rund 5.000 Teilnehmer forderten, dass andere Regierungen dem Vorbild der britischen Regierung folgen und die Eigenkapitalbasis der heimischen Banken durch direkte Beteiligungen stärken sollten. Sogar 83 % der Teilnehmer würden es befürworten, wenn die Regierungen sämtliche kurzfristigen Schulden solventer Finanzinstitute garantieren würden. Vorausgesetzt, damit würde das Vertrauen an den Märkten wiederhergestellt, so dass die Institutionen sich gegenseitig wieder Geld leihen würden.

“Es erscheint vielen ungerecht, jetzt die Risiken zu sozialisieren, wenn zuvor die Gewinne aus riskanten Geschäften nur bei Einzelnen anfielen”, sagte Iris Uhlmann, Vorstandsmitglied des deutschen Lokalverbands German CFA Society. “Aber die Umfrage zeigt, dass die meisten Marktteilnehmer diese Rettungspakete für dringend notwendig halten, um nicht nur die Märkte, sondern das gesamte Finanzsystem zu stabilisieren.”

Die Rettung des Finanzsektors nur in die Hand der Staaten zu legen, reicht den Investoren aber nicht aus. “Unsere Mitglieder begrüßen die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen im Finanzsektor in ihren unterschiedlichen Formen, ergänzte der Präsident und CEO des CFA Institutes, Jeff Diermeier. “Dennoch sollten die Finanzinstitute jetzt den aktuellen Marktwert ihrer Hauptvermögenswerte offen legen.”

Kommentare (1)

Comments
  1. Macht man bei dieser Befragung nicht den “Bock zum Gärtner”? Es ist doch wohl schon aus reinem Eigennutz für die Finanzbranche plausibel, diese Marktstützungsmassnahmen zu fordern. Hinzu kommen mittlerweile auch Pfadabhängigkeiten, stützt das eine Land, stützt das nächste, allein schon aus Wettbewerbs- und Reputationsgründen.
    Interessanter wäre eine rein normative Betrachtung der Krise, allerdings bin ich skeptisch, ob es hierfür geeignete Institutionen mit wirklich unabhängigen Experten gibt.

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