Mehr Geld für Versicherungsangestellte

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Nach zähem Ringen gelang es den Tarifparteien in der dritten Verhandlungsrunde einen Abschluss für die Beschäftigten im deutschen Versicherungsgewerbe auszuhandeln.

Mehr Geld für die rund 220.000 Beschäftigten der Versicherungsbranche: Lange sah es nicht danach aus, aber letztlich ist es den Tarifparteien nach einem echten Verhandlungsmarathon von 14 Stunden am frühen Samstagmorgen doch noch gelungen, einen Tarifabschluss für die Versicherungsbeschäftigten abzuschließen.

Der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di einigten sich am Wochenende auf eine Einkommensverbesserung um 3,0% ab 1. Januar 2008 und um weitere 1,6% ab dem 1. Januar 2009. Hinzu kommt im Juli 2008 eine gehaltsabhängige Einmalzahlung in Höhe von 3,6% des Monatsgehalts.

Das Gesamtvolumen des Abschlusses gerechnet auf die gesamte Laufzeit von 25 Monaten bis einschließlich 30. September 2009 beträgt nach diesen Angaben 3,66%. September bis Dezember 2007 werden als so genannte Nullmonate gewertet, für die der alte Tarifvertrag unverändert fortbesteht, die allerdings mit einer zusätzlichen Einmalzahlung von 300 € vergütet werden. Für Dezember wurde zudem eine Einmalzahlung für die Angestellten, aber nicht die Auszubildenden, von 300 € vereinbart.

Die Tarifverhandlungen waren am Freitagnachmittag in Hamburg in dritter Runde fortgesetzt worden. Ein erstes Angebot des Arbeitgeberverbands wurde von ver.di als "nicht verhandlungsfähig" abgelehnt. Ver.di selbst war mit einer Forderung nach 6,5% mehr Lohn und Gehalt in die Verhandlungen gegangen und hatte diese Forderung mit Warnstreiks, unter anderem bei Allianz, Hamburg-Mannheimer und Victoria, unterstrichen.

"Mit mehreren Warnstreiks und Protestaktionen haben wir ein akzeptables Tarifergebnis erreicht", heißt es bei ver.di. Vor allem sei es aber gelungen deutliche Verschlechterungen am Manteltarifvertrag abzuwenden. Abgewehrt wurden ver.di zufolge unter anderem erweiterte Samstagarbeit, variabilisierte Sonderzahlungen und die Ausgründung in tariflose Gesellschaften.

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