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UBS gewährt ihren Investmentbankern Galgenfrist: Investitionen in intellektuelle Feuerkraft verteidigt

Nach den äußerst enttäuschenden Ergebnissen im Investmentbanking im dritten Quartal plant die UBS vorerst keinen Kahlschlag in der Sparte. Der Chef der UBS-Investmentbank Carsten Kengeter erklärte auf der Investorenkonferenz 2010 am heutigen Dienstag (16. November) in London die Restrukturierungsphase für weitgehend abgeschlossen. Im kommenden Jahr müsse es darum gehen, die Investitionen in die Talente in steigende Erträge und Gewinne umzusetzen.

Seit Jahresbeginn hat die UBS die Personalstärke ihrer Investmentbank um 1300 Beschäftigte oder 8,3 Prozent auf 17.000 Mitarbeiter aufgestockt. Dieser Zustrom von Talenten hatte dazu beigetragen, dass die Kosten in der Investmentbank im dritten Quartal die Einnahmen deutlich überstiegen und das Vorsteuerergebnis mit gut 400 Mio. Franken in die roten Zahlen drehte.

Investitionen in Talente sollen sich in 2011 auszahlen

Kengeter bekräftigte, auch weiterhin an der kundenzentrierten Strategie festhalten zu wollen. Da die Kundenaktivitäten allerdings im dritten Quartal sehr verhalten waren, habe sich der Verzicht auf Eigenhandel und hohe Risiken negativ auf das Ergebnis ausgewirkt.

Allein im Bereich Festverzinsliche Anlagen, Währungen und Rohstoffe hat der Schweizer Branchenprimus seit Jahresbeginn 420 Mitarbeiter neu eingestellt, wozu 225 Managing Directors zählen. Im Aktienhandel erhöhte die UBS ihr Personal um 321 Beschäftigten, worunter sich 124 Managing Directors befinden und in der Investment Banking Division wurden 168 Beschäftigte gewonnen, inklusive 44 neuen Managing Directors. “Wir gehen davon aus, dass sich dies in den künftigen Erträgen niederschlagen wird”, ergänzte Kengeter.

Personalabbau vorerst vom Tisch

Die Einstellungsoffensive der UBS erklärte Kengeter als weitgehend abgeschlossen. Für die Zukunft müsse es darum gehen, die Investitionen in die “intellektuelle Feuerkraft” zu monetarisieren. Damit könnte die Cost-Income-Ratio von 80 Prozent in den ersten neun Monaten 2010 mittelfristig auf 70 Prozent gesenkt werden. Von einem Personalabbau war derweil nicht die Rede.

Vielmehr sollten die Erträge in der Sparte laut Bankangaben auf 20 Mrd. Franken gesteigert werden, wovon 8 Mrd. auf das Geschäft mit Festverzinslichen Anlagen, Währungen und Rohstoffen entfallen sollen, 7 Mrd. auf den Aktienhandel sowie 4 Mrd. auf die Investment Banking Division.

UBS-Chef Oswald Grübel hatte zuvor bekräftigt, bis spätestens 2014 einen Vorsteuergewinn von 15 Mrd. Franken erzielen zu wollen. Bei der Umsetzung der Strategie habe die UBS substanzielle Erfolge erzielt.

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