Deutschen Unternehmen droht Führungslücke

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Deutschland drohen die Topmanager auszugehen. Das behauptet zumindest Rolf Stokburger, seines Zeichens Managing Partner bei der Recruitmentgesellschaft Boyden in Bad Homburg.

Nach Ansicht des auf die Finanzbranche spezialisierten Personalberaters haben es viele Unternehmen in den vergangenen Jahren schlicht und einfach versäumt, sich rechtzeitig um Führungsnachwuchs zu kümmern. "Die Auswirkungen dieser Vernachlässigung sind für die Unternehmen hierzulande verheerend", warnt Stokburger.

Schon heute müssten deutsche Unternehmen wegen Personalengpässen Aufträge ablehnen. Mit der Folge, dass sie sich damit den Zugang zu neuen Märkten verbauen. Irgendwann fehlten den Unternehmen dann die Umsätze, um zu investieren und zu expandieren.

Die Situation werde sich zuspitzen, wenn die geburtenstarken Jahrgänge ab 2015 in Rente gehen. Stokburger: "In modernen Personalstrategien muss die frühzeitige Identifizierung von möglichen Führungskräften fest verankert sein, sonst bleibt der Nachwuchs buchstäblich aus."

Der Headhunter, der u.a. bei Chase Manhattan, der DG Bank und der IKB Deutsche Industriebank Managementerfahrung gesammelt hat, spricht sich für ein "Employer Branding" aus. Nur Unternehmen, die ihre Stärken in der Öffentlichkeit positionieren, werden seiner Ansicht nach langfristig von motivierten und loyalen Mitarbeitern profitieren.

Was meinen Sie? Sterben Deutschland die Manager aus? Oder handelt es sich lediglich um einen vorübergend Trend?

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